Medvedevs sandplatz-albtraum: erster satzverlust ohne spielgewinn seit der atp-tour-gründung!

Monte Carlo – Ein tennisartiger Schock! Daniil Medvedev, der russische Top-Ten-Spieler, erlitt am Mittwoch in Monte Carlo eine historische Niederlage. Gegen Matteo Berrettini kassierte er zum ersten Mal in seiner Karriere einen sogenannten "Brillentriumph" – ein 0:6, 0:6-Debakel, das die Tenniswelt überraschte und Medvedevs Abneigung gegen Sandplatz-Events erneut unterstrich.

Die demontage in nur 49 minuten

Kaum zu fassen: Nur 49 Minuten dauerte es, bis Berrettini die Partie entschieden hatte. Medvedev, sichtlich frustriert, war dem italienischen Sandplatz-Spezialisten völlig ausgeliefert. Die nackten Zahlen – 27 unerzwungene Fehler, darunter fünf Doppelfehler, und lediglich neun Punkte beim eigenen Aufschlag – sprechen eine deutliche Sprache. Seine Reaktionen waren ebenso unmissverständlich: Sechs Mal warf Medvedev seinen Schläger in Wut zu Boden, einmal zerbrach er ihn sogar vollständig. Das Publikum in Monaco reagierte auf diese Ausbrüche teils mit amüsiertem Jubel, was die Situation für den Russen zusätzlich verkomplizierte.

Medvedevs ewige sandplatz-krise

Medvedevs ewige sandplatz-krise

Die tiefe Verachtung für den roten Untergrund ist kein Geheimnis. „Ich mag es nicht“, gestand Medvedev bereits in der Vergangenheit. „Für mich ist es einfach nur schmutzig. Nach einer Sandsession kannst du deine Socken wegwerfen, das Auto wird nach dem Training dreckig. Ich mag es einfach nicht.“ Diese Worte hallten nach seiner heutigen Vorstellung besonders laut wider. Die Niederlage verdeutlicht einmal mehr, dass der schnelle Aufschlag und die flachen Schläge, die Medvedev auf anderen Belägen so erfolgreich machen, auf Sandplatz an ihre Grenzen stoßen.

Berrettini im glück – zverev am mittwoch im einsatz

Berrettini im glück – zverev am mittwoch im einsatz

Für Matteo Berrettini hingegen ist der Erfolg in Monte Carlo ein echter Glücksfall. Der Wildcard-Inhaber, der in der Weltrangliste nur auf Platz 90 notiert steht (nachdem er 2022 noch die Nummer 6 war), hat damit überraschend die dritte Runde erreicht – und das ohne den Verlust eines einzigen Spiels. Sein Erstrundengegner Roberto Bautista Agut musste verletzungsbedingt aufgeben. Im Achtelfinale trifft Berrettini nun auf den Sieger des Duells zwischen Joao Fonseca und Artur Rinderknech. Auch Alexander Zverev kämpft heute um den Einzug ins Viertelfinale, als Nummer 3 gesetzt gegen den chilenischen Qualifikanten Cristian Garin.

Medvedevs frühes Aus in Monte Carlo wirft einen langen Schatten auf das Turnier und stellt seine Ambitionen auf Sandplatz einmal mehr in Frage. Die Frage, ob er jemals seine Abneigung gegen den roten Untergrund überwinden kann, bleibt offen.