Mbc schockt vechta und flüchtet aus dem keller
Drei Spiele, drei Siege – der Syntainics MBC hat Selbstvertrauen gelernt. Nach dem Europa-Coup schlug Weißenfels am Samstag auch Rasta Vechta (90:82) und rutschte auf Platz 15 der BBL. Die Niedersachsen dagegen müssen ihre Play-in-Träume erst mal beerdigen.
Reaves führt die revanche ein
Spencer Reaves traf fünf Dreier, versenkte insgesamt 19 Punkte und ließ die Stimme des kleinen, aber lauten Funktionsraums im Stadion Weißenfels erzittern. Sein letzter verwandelter Wurf war ein halber Ballwurf aus acht Metern, Sekunden vor dem Buzzer – das 86:80, von dem Vechta sich nicht mehr erholte.
Charles Callison, der an der Seitenlinie mit seinen 23 Jahren wie ein zweiter Co-Trainer agierte, erklärte nach dem Schlusspfiff: „Wir haben gelernt, dass Angriff nicht reicht. Heute haben wir 37 Rebounds geholt und nur acht Ballverluste – das sind Zahlen, die wir in dieser Saison selten gesehen haben.“ Die Kurve zeigt nach oben, und das nicht nur auf dem Papier.

Play-in-rennen wird zum dauerbrenner
Während Chemnitz durch das 95:85 gegen Oldenburg den direkten Play-in-Platz verteidigt, stehen Vechta und die EWE Baskets plötzlich mit leeren Händen da. Beide Teams haben 22:30 Punkte, doch die restlichen vier Spiele versprechen kein leichtes Fahrwasser: Chemnitz muss noch nach Berlin und nach Würzburg, Vechta erwartet Bayern und muss nach Bonn.
Trainer Milenko Bogicevic warnt dennoch vor Euphorie: „Wir haben die Luft bekommen, aber noch nicht durchgeatmet. Erst wenn die 16. Niederlage vermieden ist, können wir über den Klassenerhalt reden.“ Die Rechnung ist simpel: Drei weitere Siege würden die Weißenfelser vor dem 17. Platz sichern – und damit vor dem direkten Abstieg.
Die Arena tobte, als die Uhr auf 00:00 sprang. Die Spieler feierten mit den Fans, doch hinter der Jubel-Kulisse lauert das nächste Duell: Dienstag wartet in Ludwigsburg der Top-Club. Ein Punkt wäre schon ein kleines Wunder, doch wer den MBC derzeit beobachtet, ahnt: Diese Mannschaft glaubt wieder an Wunder – und das ist in der BBL manchmal mehr wert als ein ganzes Budget.
