Mbc schlägt hamburg: play-in-träume plötzlich wieder real!
Weißenfels – Zwischenzeitlich schien es für den Syntainics MBC kaum eine Rettung zu geben. 13 Niederlagen in Serie hatten die Stimmung im Team und in der Fanschicht getrübt. Doch am Sonntagabend in der Stadthalle Weißenfels wurde ein überraschendes Kapitel in die Saison geschrieben: Der MBC bezwang die Veolia Towers Hamburg mit 99:94 und katapultierte sich zurück ins Rennen um die Play-Ins.

Ein dogfight mit königlicher unterstützung
Die Partie war ein echter Brocken, ein „Hundekampf“, wie MBC-Coach Georgios Bogicevic nach dem Spiel feststellte. Und das Feiern kam nicht von ungefähr: Das Europa-Rosarium Sangerhausen hatte das Spiel zur Spieltags-Partnerschaft erklärt und eigens die Rosenkönigin Geraldine I. und Rosenprinzessin Meike I. entsandt. Die beiden Damen waren sichtlich begeistert vom Happy End dieses spannenden Duells.
Der MBC legte mit dem Schwung des jüngsten Sieges gegen die Bayern los und demonstrierte von Beginn an eine beeindruckende Defensivaggressivität. Die Hamburger fanden überhaupt nicht ins Spiel, kassierten in den ersten Minuten einen unglaublichen 10:0-Lauf. Die ersten zehn Minuten waren geprägt von Fehlern der Gäste – vier Ballverluste und gleich zehn vergebene Wurfversuche! Im Gegensatz dazu präsentierte sich der MBC mit einer Trefferquote von 10 von 17 Würfen äußerst effizient.
Charles Callison, der unumstrittene Leitwolf des MBC, übernahm im Schlussviertel die alleinige Führung und traf mit 23 Punkten entscheidend. „Das Ziel sind jetzt die Play-offs, Baby. Come on!“, rief er im anschließenden Dyn-Interview. Eine klare Ansage, die das neu entflammte Selbstvertrauen des Teams widerspiegelt.
Es war nicht alles Gold, was glänzte. Nach einer anfänglichen Dominanz in der ersten Hälfte, ließ die Leistung des Marcus Foster nach seinem Comeback merklich nach. Nach 17 Punkten in der ersten Hälfte blieben lediglich zwei Zähler in der zweiten Hälfte notierbar. Ein deutliches Zeichen dafür, dass noch Luft nach oben ist.
Doch der Geist des Teams wuchs über die individuellen Schwächen hinaus. Bogicevic forderte in einer Auszeit im dritten Viertel mehr „Physicality!“ – und seine Spieler lieferten prompt. Der MBC biss sich zurück, erkämpfte sich Rebounds und zeigte den Willen, den Kampf zu gewinnen. Devon Daniels von den Towers erzielte zwar mit 25 Punkten die meisten Punkte des Spiels, doch am Ende fehlte Hamburg die nötige Durchschlagskraft, um den MBC-Wille aufzuhalten.
„Es geht nicht, 99 Punkte zu kassieren“, kommentierte Verteidigungsminister Osaro Rich die Leistung seiner Mannschaft. Ein vernichtendes Urteil, das die Notwendigkeit weiterer Verbesserungen im defensiven Bereich unterstreicht. Der MBC hingegen kann den Kopf oben halten und sich auf die kommenden Herausforderungen freuen. Das Märchen lebt weiter – zumindest für den Moment.
