Mbappé kontert spanien-hysterie: „ich bin hier, um titel zu holen“

Kylian Mbappé lässt die Kritik aus Madrid kalt. Inmitten des US-Trainingslagers der Equipe Tricolore schmettert der neue Galáctico die Spekulationen um angebliche Ausreden und WM-Geplänkel mit einem Satz in die Ecke: „Die beste Vorbereitung auf den Weltpokal ist es, mit Real Madrid alles zu gewinnen.“

Die Lage ist klar. Spanische Radiosender hatten in den vergangenen Tagen ein Szenario gebastelt, wonach der Franzose die Saison-Endphase verpassen und direkt zum Katar-Trainingslager reisen könnte. Mbappé lacht über den Atlantik hinweg. „Die Leute dort sind besorgt, dass ich nicht spiele“, sagt er bei Téléfoot. Dabei hat er gerade Brasilien mit einem Doppelpack niedergeknüppelt und die beiden verbliebenen Trophäen – LaLiga und Champions League – fest im Visier.

Bayern nennen europas formstärkste, aber: „wenn jemand sie schlagen kann, dann madrid“

Bayern nennen europas formstärkste, aber: „wenn jemand sie schlagen kann, dann madrid“

Der Viertelfinal-Gegner Bayern München wird nicht kleingeredet. „Das ist momentan das beste Team des Kontinents“, gibt Mbappé zu. Doch er kennt die DNA des Rekordmeisters. „Wenn es eine Mannschaft gibt, die so einen Gegner schlagen kann, dann wir.“ Der Satz klingt nicht nach PR, sondern nach einer Innereien-Analyse, die er in der Kabine selbst gesehen hat.

Die Stimmung in Madrid? „Religiös“, nennt er sie. „Alles, was mit dem Klub und mit mir zu tun hat, wird zur Litanei.“ Er zuckt mit den Schultern. Auch Cristiano Ronaldo musste sich früher den medialen Prügelknaben-Prozess antun. „Warum sollte ich da eine Ausnahme sein?“

Sein Rezept bleibt simpel: Kopf runter, Beine rauf. „Kritik begleitet dich, egal ob du gerade triffst oder nicht.“ Die Zahlen sprechen für ihn: fünf Tore in den letzten drei Pflichtspielen, 32 km/h Spitze gegen Brasilien, keine Muskelfasern gerissen. Die Physios nennen ihn „Gummiband mit Torinstinkt“.

Am Ende der kurzen Nacht in Charlotte bleibt eine Botschaft hängen: Mbappé will nicht geschont werden, er will den Doppelpack. Wer denkt, er spare sich für den Weltpokal, kennt seine Biografie nicht. Titel hat er seit Monaco-Says im Blut. Und wenn er sie in diesem Frühjahr holt, wird Spanien nicht mehr über Ausreden sprechen, sondern über den nächsten König im eigenen Land.