Matxín kehrt zurück: itzulia-etappe im zeichen der kindheitserinnerungen
Ein Raunen ging durch das Peloton, als Josean Fernández Matxín, sportlicher Leiter von UAE, die dritte Etappe der Itzulia inszenierte – eine Hommage an seine eigene Vergangenheit. Die Ziellinie in Basauri, seiner Heimatstadt, war mehr als nur ein geografischer Punkt; sie war ein emotionaler Anker, der den Renntag prägte.

Die kindheit auf dem rasenplatz basozelai
Matxín wählte bewusst die Calle Basozelai als Zielort, ein Ort, der für ihn von Kindheitstagen zeugt. Dort, wo einst das alte Basozelai-Feld stand, parallel zum ersten San Mamés, spielte er nicht nur Fußball, sondern auch seine ersten Radrennen. Der Empfang durch das Volk von Basauri und die Gemeinde war überwältigend, eine Anerkennung für den Sohn, der es weit gebracht hat. „Es ist ein Stolz. Hier habe ich so viel erlebt. Die finale Kletterei ist Teil meines Lebens“, so Matxín nach der Signaturkontrolle.
Die Strecke, von Matxín selbst entworfen, zeichnete sich durch enge Straßen aus, die die Bildung von Ausreißergruppen begünstigten. Doch die wirklich entscheidende Prüfung wartete am Schluss: eine steile Rampe mit einer Steigung von 12 Prozent. Und hier kam ein Detail ins Spiel, das die Atmosphäre zusätzlich aufheizte: Der Duft von gegrilltem Fleisch, der von einem nahegelegenen Haus herüberwehte, in dem eine Quadrilla an den Grill gelegt hatte – eine olfaktorische Erinnerung an die Region.
Matxín betonte, dass er den Abschnitt vor der finalen Kletterei bewusst nicht zu anspruchsvoll gestalten wollte. „Wir wussten, dass der Vortag und das morgige Rennen in Galdakao hart werden. Wir haben an die Fahrer gedacht, aber auch an die Emotionen des Publikums“, erklärte er. Die Konkurrenzsituation zwischen Paul Seixas und dem Rest des Feldes schätzt er realistisch ein. „Es gibt eine Differenz, die wir anerkennen müssen, aber wir werden kämpfen.“
Auch für Mikel Landa war der Tag ein besonderer, denn die Strecke führte nahe an sein Zuhause. Der Vorfall vom Dienstag, bei dem ein Fahrzeug der Organisation ihn zu Boden gebracht hatte, wurde von vielen kommentiert. Matxín hatte jedoch eine harmonische Strecke geschaffen, die nicht nur die Fahrer, sondern auch die Zuschauer begeisterte.
Die nächste Etappe führt das Peloton in die bekannten Trainingsgebiete von Soudal-Fahrer Mikel Landa: Barrerilla und Altube, Szenen aus seinem persönlichen Terrain. Für Paul Seixas stellt die Rückfahrt nach Basauri eine neue Herausforderung dar. Matxín räumt die Überlegenheit Seixas' ein, möchte ihn aber noch nicht als Sieger erklären. „Del Toro ist gut, aber natürlich ist Seixas besser. Wir werden versuchen, uns um jeden Preis zu wehren und, wenn sich die Gelegenheit ergibt, um den Sieg zu kämpfen“, so der Sportdirektor von UAE.
Neben Seixas sollte man auch den baskischen Fahrer Pello Bilbao nicht unterschätzen. Nach der Signaturkontrolle erhielt er einen Energieschub durch den Besuch seiner Familie, darunter seine Tochter Martina, die ein anfeuerndes Schild hochhielt, während ihr Vater die Fans vom Präsentationswagen aus begrüßte. Die Zahlen sprechen für sich: Die Zuschauerzahl entlang der Strecke war die höchste seit Jahren.
