Matthäus schlägt alarm: bayern ist der königsklassen-favorit – und das triple rückt näher
Die Champions League bekommt ein Viertelfinale, das schon vor dem Anpfiff Geschichte schreibt. Lothar Matthäus sagt: Der FC Bayern ist der Favorit gegen Real Madrid. Punkt. Kein Zucken, kein „vielleicht“. Für den Rekord-Nationalspieler ist die Sache klar. Und er weiß, wovon er spricht.

Warum matthäus bayern den titel zutraut – und warum er damit recht behalten könnte
Matthäus zieht die Bilanz des Jahres, nicht nur zwei Gala-Auftritte. Seine Logik: Wer über zwölf Monate die konstanteste Leistungskurve zeigt, der darf auch gegen den spanischen Riesen mit Selbstvertrauen in den Ring steigen. Die 10:2-Auswätsdemontage gegen Atalanta war kein Ausrutscher, sondern die Spitze eines Eisbergs aus Effizienz, Ballsicherheit und gnadenloser Chancenverwertung.
Die Zahlen untermauern es: Neun Punkte Vorsprung in der Bundesliga, nur noch acht Spieltage, und im Pokal reichen zwei Siege bis zur Silberware. Das Triple der Corona-Saison 2019/20 war ein Sonderfall – diesmal wirkt der Plan durchdacht, nicht von Außnahmezuständen getragen.
Vincent Kompany hat aus einer vermeintlich transitionsgeplagten Truppe eine Maschine gemacht, in der Harry Kane nur die Spitze eines taktisch flexiblen Dreiecks ist. Hinten steht Manuel Neuer nicht mehr als Retter in der Not, sondern als Libero, der die erste Pressing-Linie initiiert. Vorne schaltet Jamal Musiala innerhalb von zwei Ballkontakten vom Standstill zu Höchstgeschwindigkeit – ein Luxus, den kein anderer europäischer Spitzenklub so vorweisen kann.
Real Madrid? Sie kamen gegen den Ballbesitz von Manchester City schon ins Schleudern. Gegen die vertikalisierte Positions-Rotation der Münchner könnte die Casemiro-lose Sechser-Zone erneut bröckeln. Kroos und Valverde sind Weltklasse, aber wenn Leroy Sané und Serge Gnabry die Halbräume wechseln, braucht es mehr als Erfahrung, um die Räume zuzustellen.
Der 7. April im Allianz Arena wird kein Klassiker im Stile der 90er. Es wird ein Schlagabtausch auf Augenhöhe, in dem eine einzige Unachtsamkeit reicht, um die Karten neu zu mischen. Matthäus spricht das aus, was viele Analysten denken, aber nicht laut sagen: Madrid ist verwundbar, Bayern ist hungrig.
Und das Triple? Es ist keine Schnapsidee mehr, sondern ein realistisches Szenario. Drei Siege im Pokal, acht souveräne Liga-Spieltage, viermal 90 Minuten Champions-League-Fokus – das ist keine Wunschliste, sondern ein Terminplan. Die letzte Mannschaft, die so konstant durchstartete, war 2013 der Bayern-Turbo unter Jupp Heynckes. Die Paralleen sind verblüffend: Torflut, defensive Stabilität, Bank, die Titelmorde spielt.
Die Königsklasse liefert das Finale schon im Viertelfinale. Wer hier durchbricht, trägt den Zenit der europäischen Souveränität bereits im Rücken. Matthäus’ Prognose mag sich kühn anhören, aber sie basiert auf harten Fakten und 150 Länderspielen an der Seitenlinie des globalen Systems Fußball. Sein Fazit: Wenn nicht jetzt, wann dann? Die Antwort steht am 15. April in Madrid – oder schon eine Woche früher, wenn der erste Dämpfer die Krone ins Wanken bringt. Die Bayern haben den Plan, den Kader und den Kurs. Der Rest ist 180 Minuten purer Champions-League-Wahnsinn.
