Mathilde gremaud: sturz im big-air-finale – olympia-traum geplatzt, aber positiv nach vorn
- Schock in mailand/cortina: gremaud verpasst big-air-doppelsieg
- Erste entwarnung: keine brüche, aber schmerzhafte hämatome
- Der sturz: unglückliche landung auf dem kicker
- Mentale belastung als entscheidender faktor
- Slopestyle-titelverteidigung als hauptziel erreicht
- Lehren aus livigno: umgang mit erfolg und druck
- Ausblick: bessere vorbereitung auf zukünftige herausforderungen
Schock in mailand/cortina: gremaud verpasst big-air-doppelsieg
Ein schwerer Sturz im Probedurchgang des Big-Air-Finals bei den Olympischen Winterspielen in Mailand/Cortina beendete für Mathilde Gremaud vorzeitig die Hoffnungen auf eine zweite Goldmedaille. Die Schweizer Freestyle-Ski-Athletin entschied sich nach dem unglücklichen Zwischenfall am Montagabend dazu, nicht mehr am Wettkampf teilzunehmen. Damit muss sie ihren Traum vom Doppelsieg begraben.

Erste entwarnung: keine brüche, aber schmerzhafte hämatome
Bereits am Dienstagmorgen gab Gremaud Entwarnung. Wie der „Blick“ berichtet, schmerzt es zwar „überall ein bisschen“, jedoch seien keine Knochenbrüche festgestellt worden. Sie habe Hämatome in der Muskulatur im unteren Rücken- und Beckenbereich erlitten, was „nicht so angenehm“ sei, aber sie könne laufen. Auch mental gehe es ihr „soweit gut“, so die 26-Jährige.

Der sturz: unglückliche landung auf dem kicker
Der Sturz ereignete sich auf dem Kicker, als Gremaud unglücklich auf die Kante des Landehangs aufprallte. Sie musste daraufhin mit einem Schlitten abtransportiert werden. Trotz des schmerzhaften Vorfalls betonte Gremaud, dass die Entscheidung, nicht am Finale teilzunehmen, ausschließlich von ihr ausging. „Mir hat niemand gesagt, dass ich nicht starten dürfe. Ich habe selber entschieden, dass ich nicht starte“, erklärte sie.
Mentale belastung als entscheidender faktor
Selbst ohne größere körperliche Beschwerden hätte sich Gremaud nicht ausreichend vorbereitet gefühlt. „Mit dem Schock des Crashes wäre ich mental auch nicht parat gewesen“, fügte sie hinzu. Die mentale Verfassung spielte somit eine entscheidende Rolle bei ihrer Entscheidung, auf einen weiteren Start zu verzichten.
Slopestyle-titelverteidigung als hauptziel erreicht
Trotz des Rückschlags im Big-Air-Wettbewerb zog die Olympiasiegerin im Slopestyle eine positive Bilanz ihrer Winterspiele. „Das grösste Ziel war die Titelverteidigung im Slopestyle. Das ist unsere Königsdisziplin. Und ich habe wieder gewonnen, weshalb ich sehr glücklich bin“, sagte sie. Eine Medaille im Big Air wäre lediglich ein Bonus gewesen.
Lehren aus livigno: umgang mit erfolg und druck
Gremaud nahm wichtige Lehren aus den Wettkämpfen in Livigno mit. „Wenn ich schon etwas erreicht habe, dann bin ich so sehr im Hoch, dass ich Schwierigkeiten habe, wieder den Fokus zu finden“, gab sie offen zu. Sie erkannte, dass es schwierig ist, den Erfolg zu wiederholen und den Druck zu bewältigen. Sie ist sich jedoch sicher, dass sie auch im Big Air das Potenzial für Gold besitzt. „Mental ist es dann schwierig, dranzubleiben und das Erreichte noch zu toppen“, analysierte sie.
Ausblick: bessere vorbereitung auf zukünftige herausforderungen
Die Herausforderung, den eigenen Erfolg zu übertreffen, möchte Gremaud in Zukunft besser meistern. Sie will Strategien entwickeln, um nach Erfolgen den Fokus zu bewahren und weiterhin Höchstleistungen zu erbringen. Die Winterspiele in Mailand/Cortina haben gezeigt, dass sie sowohl sportlich als auch mental eine starke Athletin ist, die bereit ist, sich neuen Herausforderungen zu stellen.
