Mari eder: nach herz-exit werden zwillinge ihr neues ziel
Mari Eder hat das Podest verlassen und sich ein Kinderzimmer eingerichtet. Die Finnin, die 2023 ihre Biathlon-Karriere wegen Herzrhythmusstörungen beendete, ist am 25. Februar 2026 Mutter von zwei Töchtern geworden. Das verkündete das Paar auf Instagram mit einem Foto, das nur zehn winzige Zehen und zwei Paar erwachsener Hände zeigt – mehr Privatsphäre geht nicht.

Vom sprint aufs podium zum doppelpack im wochenbett
Die 38-Jährige lief dreimal Weltcup-Podium, 2017 in Oslo sogar doppelt: Sie gewann Sprint und Verfolgung. Nun teilt sie sich das Podium mit zwei Säuglingen, die „unsere Herzen gestohlen“ hätten, wie sie schreibt. Ironie der Sportwelt: Das Organ, das einst die Karriere stoppte, schlägt jetzt für drei weitere Menschen.
Benjamin Eder, 45, Österreicher, früher selbst Biathlet, heute Skitechniker im ÖSV-Team, kommentiert schlicht mit zwei Emojis: zwei Herzen, zwei Babys. Die Community antwortet mit 1.300 Glückwünschen. Lisa Vittozzi schreibt „Benvenute piccole“, Suvi Minkkinen, Gesamtweltcup-Zweite, nagelt ein „Oh mein Gott!“ an die Wand – mehr Sprache braucht es nicht, wenn einem die Nachricht das Herz klopft.
Mari Laukkanen, so ihr Mädchenname, startete 2007 im Weltcup, heiratete 2018, nahm seinen Namen an und beendete 2023 ihre Laufbahn mit dem Satz: „Ich durfte keinen Sport machen.“ Ein Jahr später durfte sie endlich wieder laufen – auf dem Flur, nachts, zwischen zwei Kinderbetten. Die Zeitmessung fällt aus.
