Mallorca-valencia: demichelis' überraschende wahl wirft fragen auf
Ein überraschender Schachzug von Coach Javier Demichelis sorgte bei der gestrigen Partie zwischen Mallorca und Valencia für Gesprächsstoff. Statt des zuletzt in Glanzform befindlichen Virgili entschied sich der Argentinier für Takuma Asano in der Startelf – eine Entscheidung, die viele Fans und Experten gleichermaßen verblüffte.
Virgilis aufstieg und asanos dilemma
Virgili hatte sich in den letzten Spielen eindrücklich ins Rampenlicht gespielt, darunter auch mit seinem ersten Profitor bei der wichtigen 4:1-Gegen Sevilla. Sein Auftritt gegen Rayo Vallecano, wenn auch nur mit 18 Minuten Einsatzzeit, deutete auf eine positive Entwicklung hin. Doch Demichelis' Konsequenz, stets die Defensivarbeit zu betonen – eine Antwort, die er routiniert auf Medienanfragen gibt – scheint hier eine Rolle zu spielen. Die Zeit unter Arrasate war für Virgili glanzvoll, doch Luvumbo hat sich unter dem neuen Trainer als Schlüsselspieler etabliert und ihm den Stammplatz abgenommen. Die erwartete Chance nach Luvumbos Ausfall blieb Virgili verwehrt.
Asano, einst Hoffnungsträger vom FC Barcelona, kam in dieser Saison kaum zum Einsatz. Verletzungen bremsten seinen Rhythmus, und seine Leistung wirkte entsprechend verhalten. Von Beginn an war erkennbar, dass ihm die Spielpraxis fehlte. Bemühungen waren zwar sichtbar, doch die nötige Präzision ließen auf sich warten.
Demichelis' taktische Überlegung scheint in der defensiven Stabilität und dem Körperlichen zu liegen, das Asano den zentralen Mittelfeldspielern bieten kann. Virgili hingegen verkörpert den explosiven, talentierten Flügelspieler, der jedoch noch an seiner Entscheidungsfindung im Abschluss arbeiten muss. Seine besten Momente in dieser Saison waren geprägt von Dribblings, Mut und einer gewissen Unberechenbarkeit – Qualitäten, die ihm im Moment offenbar nicht ausreichen, um Demichelis von seiner Startelf-Tauglichkeit zu überzeugen.

Virgilis wendepunkt und die frage nach der zukunft
In der 56. Minute kam Virgili für den glücklosen Asano ins Spiel und belebte das angeschlagene Mallorca-Spiel. Seine Geschwindigkeit, sein Wille und seine Technik waren unverkennbar. Er schaffte es, dem Spiel frischen Wind einzublasen, als die Mannschaft zu müde wurde. Es schien, als hätte Demichelis diesen Trumpf für die entscheidenden Minuten aufgehoben, doch selbst der starke Virgili konnte an diesem Abend kein Tor erzielen. Sein Mangel im Abschluss – ein wiederkehrendes Problem in seiner ersten Saison in der Eliteliga – kostete ihn und sein Team letztlich den Sieg. Er kreiert sich Chancen, doch es fehlt ihm oft die nötige Entschlossenheit in der Abschlussbewegung. Dimitrievski im Tor des Valencia musste sich zwar strecken, doch keine seiner Paraden war von übermenschlicher Qualität.
Die Frage, die sich nun stellt, ist, ob Demichelis seine Entscheidung, Virgili systematisch auf die Bank zu setzen, noch einmal überdenken sollte. Der junge Spanier hat in den letzten Spielen mehr gezeigt als Asano, der einen Großteil der Saison aufgrund von Verletzungen verpasst hat und dessen Leistungen bei Comebacks kaum überzeugten. Es scheint, als ob Demichelis etwas in Virgili sieht, das der Fan nicht erfasst – vielleicht eine taktische Flexibilität, eine Bereitschaft, defensiv zu arbeiten, die Virgili noch nicht vollständig unter Beweis stellen konnte. Aber wenn ein Spieler wie Virgili, mit all seinem Potenzial, nicht in der Lage ist, Tore zu schießen, dann wird es schwer, ihn zu rechtfertigen. Ein kraftvoller und mutiger Spieler im eins-gegen-eins, dem man den Torinstinkt beibringen kann, wäre eine Verstärkung für das Team.
