Mallorca-leguan verteidigt wie ein sieb: 47 gegentore drohen zur abstiegsfalle zu werden
Seit dem 5. Dezember 2025 regnete so viel, dass selbst der Carlos Tartiere unter Wasser zu stehen schien. Damals hielt Lucas Bergström den Ball fern, 0:0 gegen den Tabellenletzten Real Oviedo. Ein Punkt, der wie ein Sieg aussah. Doch der Finne war nur drei Mal ohne Gegentor – und das war’s. 29 Spieltage, 47 Gegentreffer, ein Drama, das Martín Demichelis in den Rellegations-Strudel zieht.

Die statistik lügt nicht: 95 schüsse mussten die keeper packen
Kein Club in LaLiga bekommt mehr Abschlüsse im Sechzehner serviert als die Inselelf. Elf der 47 Gegentore fielen aus kurzer Distanz – ein Viertel der Treffer entstand, weil niemand dazwischenging. Die Torhüter retten zwar oft spektakulär, doch ihre Quote klebt bei 69,1 %. Nur fünf Mannschaften sind schlechter, und keine davon hat das elfte höchste Gehaltslimit.
Vedat Muriqi erzielt fast im Akkord (18 Treffer, nur Mbappé trifft öfter), doch jedes Tor des Kosovaren gleicht einem Notplaster auf einem offenen Bluterguss. 14 Punkte aus den letzten 15 Partien spiegeln die Wahrheit: Wer hinten ein Sieb ist, kann vorne nicht gewinnen.
Demichelis probierte Umstellungen, schaltete auf Fünferkette, ließ die Außen reinrücken – nichts fruchtet. Die Lösung muss in der Kabine liegen, wo die Befehlskette bröckelt. Ballverluste im Aufbau, verschleppte Räume, fehlende Absicherung: Kleinigkeiten, die sich zu Lawinen häufen.
Die restlichen neun Spiele sind kein Sprint, sondern ein K.o.-Kampf. Mallorca muss endlich ein Mal die Null halten, sonst droht der Abstieg, der auf Mallorca nicht nur sportlich, sondern wirtschaftlich ein Erdbeben wäre. Die Insel trägt schon genug Regen – sie braucht kein weiteres Schauer-Erlebnis.”
