Malinin löscht olympia-flop mit triple-welt-titel und fünf quads
Ilia Malinin hat in Prag nicht einfach gewonnen – er hat die Eistanz-Welt gesprengt. Drei Tage nach seinem 21. Geburtstag feierte der US-Boy sein drittes Weltgold in Folge und wischte die Erinnerung an den Kollaps von Mailand-Cortina mit 329,40 Punkten einfach weg.

Die taktik hinter der sauberkeit
Statt wie in der Olympia-Panne auf Vollgas zu gehen, fuhr er diesmal mit angezogener Handbremse. Fünf saubere Quadruples, kein Axel-Flip, kein Loop – und trotzdem lagen seine Konkurrenten mehr als 22 Punkte zurück. Yuma Kagiyama (306,67) holte Silber, Shun Sato (288,54) Bronze. Die Arena tobte, Malinin ballte die Fäuste gen Hallendach: „Ich habe endlich wieder so geskatet, wie ich kann.“
Italiens Eistanz-Hoffnung Lara Naki Gutmann sorgte für das beste Damen-Resultat seit Carolina Kostner 2018. Platz fünf bedeutet zwei Startplätze für Tampere 2027 – und ein Stück Eislauf-Geschichte: Zuvor standen nur Susan Driano (Bronze 1978) und Rita Trapanese (Fünfte 1971) so weit oben.
Das deutsche Paar Minerva Hase/Nikita Volodin krönte sich in den Eistanzpaaren, während die italienischen Duos weit abgeschlagen waren. Für Deutschland ist das der zweite Welt-Titel nach Aljona Savchenko & Co., für Italien ein Weckruf, dass Nachwuchsarbeit endlich Tempo braucht.
Malinins Triple-Triple folgt auf Nathan Chens Serie von 2018-2021. Die Frage ist nicht mehr, ob er derzeit unschlagbar ist – sondern wie lange die Jagdfläche hinter ihm bleibt.
