Evenepoel pausiert: tour de france vorrangig!

Remco Evenepoel, der belgische Superstar und zweifache Olympionike, wird beim Tour Auvergne-Rhône-Alpes – vormals Critérium du Dauphiné – am 7. Juni fehlen. Der Red Bull-Bora-Hansgrohe-Fahrer konzentriert seine Vorbereitung voll und ganz auf die „Grande Boucle“, die am 4. Juli in Barcelona beginnt. Ein strategischer Schachzug, um in Topform an den Start zu gehen.

Die entscheidung für die vorbereitung

Die entscheidung für die vorbereitung

Nach intensiven Überlegungen und einer Analyse seiner bisherigen 25 Renntage hat das Team entschieden, dass ein ausgewogeneres Programm mit Fokus auf Erholung, Streckenbegehung und spezifischem Training die beste Option für Evenepoel darstellt. „Unser Ziel ist es, in Barcelona frisch und bereit zu sein“, erklärte Teamdirektor Zak Dempster. Die Teilnahme am Tour Auvergne-Rhône-Alpes wäre zwar eine Option gewesen, doch das Management sieht nun andere Prioritäten.

Es ist ein klares Zeichen, dass der Tour de France für Evenepoel das absolute Nonplusultra ist. Der Druck ist enorm, gilt er als einer der größten Herausforderer von Titelverteidiger Jonas Vingegaard und Tadej Pogacar. Seine jüngsten Erfolge, insbesondere der Sieg bei der Amstel Gold Race und der dritte Platz in Lüttich-Bastogne-Lüttich, beweisen jedoch, dass er in Topform ist und über enormes Potenzial verfügt.

Florian Lipowitz, ein weiterer talentierter Fahrer des Teams, wird hingegen wie geplant am Tour de Slovénie (17.-21. Juni) teilnehmen. Zudem wird das Team in den kommenden Wochen ein Höhenleistungs-Trainingslager absolvieren, um die Akklimatisierung an die Bedingungen im französischen Hochgebirge zu optimieren. Das spricht Bände über die Seriosität der Vorbereitung.

Evenepoels Entscheidung, das Rennen in Auvergne-Rhône-Alpes auszulassen, ist ein kalkuliertes Risiko. Es könnte ihm zwar etwas Wettkampfpraxis nehmen, aber die Möglichkeit, sich voll auf die Tour zu konzentrieren, könnte sich am Ende als entscheidender Vorteil erweisen. Bleibt abzuwarten, ob sich diese Strategie auszahlt, wenn der Kampf um das Gelbe Trikot in Barcelona beginnt.