Castellet bricht podest-dürre: bronze in silvaplana bedeutet 19. weltcup-medaille
Queralt Castellet ist zurück – mit einem Schlag und 71,75 Punkten. Die 36-jährige Katalanin landete am Samstag im schweizerischen Silvaplana auf Rang drei, holt ihre erste Weltcup-Medaille seit 737 Tagen und schraubt ihre unglaubliche Bilanz auf sieben Gold, vier Silber und acht Bronze.
Die amerikanerinnen dominieren, castellet kontert
Maddie Mastro (85,00) und Madeline Schaffrick (78,25) machten das Podest komplett in Sternenbanner-Farben. Doch zwischen ihnen schob sich Castellet, Olympia-Zweite von Peking 2022, mit einer Run, die vor allem in der obersten Line überzeugte. „Ich wusste, dass mein zweiter Versuch zählen würde“, sagte sie im Ziel, „und ich habe ihn einfach rausgehauen.“
Das letzte Mal stand sie am 16. Dezember 2022 in Copper Mountain ganz oben. Seither jagte sie Podestplätzen hinterher, verletzte sich, baute um, trainierte heimlich in den Pyrenäen. Silvaplana markiert nicht nur ein Comeback, sondern auch die vierte Olympia-Qualifikations-Saison in Folge, in der sie zur Alters- und Leistungselite gehört.

19 Medaillen, 16 jahre, ein einziger drahtseilakt
Ihre Medaillensammlung beginnt 2008 in Bardonecchia mit Silber – sie war gerade 18. 2015 folgte WM-Silber in Kreischberg, 2021 WM-Bronze in Aspen. Dazwischen Tourstops in jedem erdenklichen Bergland, ein Kreuzbandriss, zwei Klavikula-Brüche und stets die Frage: Wie lange noch? Die Antwort lautet: So lange der Spaß überwiegt.
Die Saison ist vorbei, die nächste beginnt in sieben Monaten mit der Quali für die Weltmeisterschaft 2025 in Sölden. Castelletts Plan steht: „Erst einmal meiner Tochter einen Schneeengel zeigen, dann geht’s wieder aufs Brett.“ Mit 19 Weltcup-Podestplätzen im Gepäck ist klar: Die Nummer 19 war kein Schlusspunkt, sondern ein Komma.
