Malagò auf dem weg zum neuen fußball-boss: entscheidung morgen!
Rom – Giovanni Malagò steht kurz vor dem Gewinn der Präsidentenwahl des italienischen Fußballverbands (FIGC). Nach intensiven Bemühungen in den letzten Wochen scheint sich die Mehrheit der Stimmen für den erfahrenen Sportfunktionär zu entscheiden. Die Entscheidung fällt morgen, aber die Zeichen stehen eindeutig auf Malagò.
Ein wettlauf, der sich lohnt: malagòs strategie
Malagò, der bereits als Präsident des italienischen Sportausschusses (CONI) tätig war, hat in knapp drei Monaten eine beeindruckende Wende vollzogen. Nach dem desaströsen Ausscheiden der Nationalmannschaft aus der WM in Bosnien-Herzegovina übernahm er die Herausforderung, den italienischen Fußball zu erneuern. Seine Strategie war klar: Dialog und Konsens. Anstatt mit einem detaillierten Programm anzufahren, suchte er das Gespräch mit allen Beteiligten, von Spielern und Trainern bis hin zu Vereinsverantwortlichen.
Diese Vorgehensweise zahlte sich aus. Bereits am 13. April sprach sich die Serie A, mit Ausnahme von Claudio Lotito, für Malagò aus. Ein entscheidender Moment war die Zustimmung der Spieler- und Trainervereinigungen am 30. April, die 30% der Stimmen ausmachen. Auch die Lombardische Regionalausschuss schloss sich an, gefolgt von der Serie B. Malagò hat eine Mehrheit geschaffen, die weit über die notwendigen 56% hinausgeht – Berichte zufolge könnte er sogar über 10% mehr Stimmen erzielen.

Herausforderungen und politische winkelzüge
Der Weg zum Präsidentenposten war jedoch nicht ohne Hindernisse. Es gab Versuche, Malagò durch ein commissarisches Verfahren zu stoppen, und Spekulationen über seine mögliche Ineleggbarkeit aufgrund von Interessenkonflikten wurden laut. Doch die Anti-Korruptionsbehörde (ANAC) räumte ihm am vergangenen Donnerstag die Teilnahme frei. Ein wichtiger Schritt, der die Wahrscheinlichkeit von Einspruchsverfahren verringert.
Ein weiterer interessanter Aspekt ist die jüngste Entscheidung des italienischen Ministerrats, 1% der Fernsehrechte-Einnahmen von der FIGC zur Serie A für Frauen zu verschieben. Dieser Schritt, der von der Lega Pro und dem Fußballverband (LND) abgelehnt wurde, könnte ein Zeichen des politischen Hick-Hacks sein, bei dem die Rivalität zwischen Malagò und Sportminister Abodi eine Rolle spielt. Es bleibt abzuwarten, ob dieser Schachzug Malagòs Position weiter stärken wird.
Nach der Wahl steht Malagò vor großen Herausforderungen: Die Suche nach einem neuen Nationaltrainer, die Wiederbelebung der Nationalmannschaft und die Neugestaltung der Zukunft des italienischen Fußballs. Malagò ist kein Mann, der Zeit verliert, und hat bereits Gespräche mit wichtigen Stakeholdern und Sponsoren geführt. Morgen wird die Entscheidung fallen, und dann beginnt die eigentliche Arbeit.
