Túnez: spieler-explosion nach historischem debakel!
Schock und Wut in der tunesischen Nationalmannschaft! Nach dem desaströsen 0:4 gegen Japan, dem zweiten deutlichen Fehlstart in die WM-Saison, ist die Stimmung überschwänglich – und der Stürmer Ali Abdi ist anscheinend der lautstärkste Ausrufer.

Die ursachen des scheiterns: fehlende vorbereitung und ein improvisiertes team
Abdi ließ seiner Frustration freien Lauf und attackierte scharf die federführenden Entscheidungsträger im tunesischen Fußballverband. Sein Hauptvorwurf: Die komplette Fehleinschätzung der Vorbereitungsphase. „Es ist ein kollektives Problem. Man kann kein Team aufbauen, das nicht einmal einen einzigen Test vor der WM bestritten hat!“, polterte der Internationale. Die Kritik betraf nicht nur das Fehlen von Freundschaftsspielen, sondern auch die ständige Rotation in der Mannschaftskapelle. „Ein Monat vor der WM hatten wir ein komplett neues Team und einen neuen Trainer – das ist absurd!“
Der Vergleich mit Japan, dem aktuellen Gegner, unterstrich die Diskrepanz noch weiter. <„Das japanische Team spielt seit Jahren Turniere wie den Kirin Cup und wechselt kaum Spieler. Bei uns war es ein Wechselbad der Besetzungen – das kann doch nicht funktionieren!“
Die Situation eskaliert: Bereits nach dem ersten Spiel gegen Schweden (1:5) war der Trainer Sabri Lamouchi aus dem Amt entlassen worden, und sein Nachfolger Hervé Renard steht nun vor einer Mammutaufgabe. Abdi zeigte sich zudem besorgt über die Auswirkungen der aktuellen Misere auf das Ansehen des neuen Trainerteams: „Ich möchte mich beim aktuellen Staff für die Situation entschuldigen, da diese ihre Karriere beeinträchtigen könnte. Aber wir müssen etwas ändern. Einige erfahrene Spieler müssen aussortiert und das Team neu aufgebaut werden.“
Die Botschaft ist klar: Die tunesische Nationalmannschaft braucht eine grundlegende Reform. „Man kann nicht erwarten, dass man einen Monat vor der WM zum Erfolg kommt, wenn andere Nationen jahrelang planen und arbeiten!“ Die Diskrepanz in der Vorbereitung ist offensichtlich und hat die Erwartungen an die tunesische Auswahl jenseits aller Träume liegen lassen.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Renard in der Lage sein wird, diesen Scherbenhaufen zusammenzusetzen und die WM-Zukunft Tunesiens neu zu gestalten. Bleibt zu hoffen, dass die heftigen Worte Abdis nicht ungehört verhallen und zu nachhaltigen Veränderungen führen.
