Werder holt itten ablösefrei: stürmer-problem gelöst?

Bremen hat erneut zugeschlagen: Cedric Itten, zuletzt bei Fortuna Düsseldorf unter Daniel Thioune aktiv, wird zur Grün-Weißen Offensiv-Verstärkung. Der 29-jährige Schweizer Stürmer kommt ablösefrei und soll frischen Wind in den Bremer Angriff bringen – ein Angriff, der in der vergangenen Saison zu oft harmlos wirkte.

Ein erfahrener mann für die weser

Ein erfahrener mann für die weser

Nachdem bereits Darwin Soylo, Kenny Quetant und Chuki ohne Ablöse zu Werder stießen, ist Itten der vierte Neuzugang, der das Konto der Bremer nicht zusätzlich belastet. Lediglich die Ablöse für Torwart Karl Hein in Höhe von drei Millionen Euro durchbrach diese Sparstrategie – wobei der Verein durch den Verkauf von Mio Backhaus an den SC Freiburg zwölf Millionen Euro eingenommen hat. Ein cleveres Stückerlchen von Sportdirektor Clemens Fritz, der hier offenbar versucht, mit minimalen finanziellen Mitteln maximale Qualität zu generieren.

Die Entscheidung für Itten ist kein Zufallsprodukt. „Wir kennen ihn schon sehr lange“, betonte Fritz, „haben uns schon vor einigen Jahren intensiv mit ihm beschäftigt und seinen Weg verfolgt.“ Die Tatsache, dass er Daniel Thioune kennt, spielte sicherlich auch eine Rolle. Aber es geht um mehr als nur Bekanntschaften. Itten bringt Erfahrung mit, hat auf internationalem Niveau gespielt und – so Fritz – einen „Super-Typ“ an seiner Seite.

Die Verantwortlichen sehen in ihm die Lösung für die Sturmprobleme, die Werder in der letzten Saison plagten. Kein einziger zentraler Angreifer erreichte die magische Drei-Tore-Marke – ein Fakt, der lange für Bangen um den Klassenerhalt sorgte. Itten soll nun Bälle festmachen, seine Mitspieler geschickt einsetzen und mit einem „feinen Näschen“ und einem „starken Torabschluss“ für Gefahr sorgen. Die Erwartungen sind hoch, aber die Motivation bei Itten scheint ebenso groß.

Es bleibt abzuwarten, ob der Schweizer tatsächlich den erhofften Effekt entfalten kann. Doch eines ist klar: Werder Bremen hat mit dem ablösefreien Transfer von Cedric Itten ein klares Signal gesetzt – man will Qualität, aber ohne die Kasse sprengen zu müssen. Und wer weiß, vielleicht ist dies nur der Anfang einer überraschend erfolgreichen Transferperiode.