Malaga: vom geächteten zum retter – der aufstieg des professors!

Ein eisiger Novemberabend in Málaga, die Sonne verabschiedete sich früh. Nur wenige Stunden zuvor hatte der Verein noch einen Schock verkündet: Juanfran Funes, Trainer des Abstiegskandidaten der Segunda RFEF, übernimmt das Ruder bei den Boquerones. Ein Wechsel, der in den sozialen Medien für einen Sturm der Entrüstung sorgte, die Presse sprach von einem verzweifelten Akt, und in der Stadt breitete sich das Unheil aus. „Sie wollen uns abschieben!“, hieß es in den ersten Reaktionen.

Ein unerwarteter wendepunkt: funes

Ein unerwarteter wendepunkt: funes' magische wende

Doch dann begann eine Geschichte, die man kaum für möglich gehalten hätte. Der ehemalige Lehrer, der kurz davorstand, seine Schiefertafel an den Nagel zu hängen, landete in Málaga und entfachte mit einem bescheidenen Auftreten und einem Appell an die Einheit einen Funken Hoffnung. Die ersten Wochen waren holprig, zwei Unentschieden und ein Ausscheiden im Pokal warfen Zweifel auf. Aber dann kam der Befreiungsschlag: Ein 1:3-Sieg in Albacete, gefolgt von fünf weiteren Erfolgen in Folge. Der Málaga sprang vom 15. auf den dritten Platz – eine Sensation!

Die Marca führte ein exklusives Interview mit dem überraschenden Erfolgscoach: „Es geht nicht darum, von Aufstieg zu träumen, sondern dass die Fans stolz sind.“ Funes motiviert seine Spieler mit ungewöhnlichen Methoden, die aus seiner Zeit als Lehrer stammen: Filme, Spiele und andere pädagogische Elemente. Seine Sprüche sind legendär, wie beispielsweise: „Das Gestern ist Geschichte, das Morgen ist ein Geheimnis, der heutige Tag ist ein Geschenk. Darum heißt er Gegenwart.“ Diese Worte hallen nach und haben die Fans in den Bann gezogen.

Von der Zielscheibe zum Helden – in kürzester Zeit hat sich Funes den Respekt und die Bewunderung der gesamten Stadt erworben. Die Forderung nach einer vorzeitigen Verlängerung seines Vertrages wurde lauter, und der Verein agierte geschickt und sicherte sich seinen Mann, bevor er überhaupt in die Playoff-Ränge kam.

Funes spricht von seinen Spielern mit väterlicher Zuneigung: „Die Jungs haben großartig gespielt“ oder „Das war ein überragendes Spiel der Mannschaft“. Er gab zu, dass er nach dem desaströsen Start mit Atlético Malagueño bereits die Papiere für seine Rückkehr ins Klassenzimmer vorbereitet hatte und seine erste Frage an den Sportdirektor Loren Juarros lautete: „Bist du dir wirklich sicher, was du tust?“

Die Zeit seit dem 19. November mag wie eine Ewigkeit erscheinen, doch eines ist klar: Juanfran Funes, der Lehrer, der den Boquerones die Hoffnung zurückgab, ist der wahre Gewinner der Saison 2025/26 in Málaga. Er hat bewiesen, dass manchmal gerade die ungewöhnlichsten Entscheidungen zu den größten Erfolgen führen können. Sein Einfluss geht weit über das sportliche Ergebnis hinaus – er hat eine ganze Stadt wiederbelebt.