Torreblanca zittert sich zum auftaktsieg – finalserie lebt

3:2 nach Verlängerung, der Schweiß tropft von der Decke des Pabellón Javier Imbroda. Melilla CD Torreblanca und Futsi Atlético Navalcarnero lieferten sich ein Play-off-Finale der Extraklasse, das erst in der Verlängerung seine erste Wegmarke setzte – und noch längst keine Vorentscheidung.

Marilia sitzt, souza trifft

Ohne Chefcoach Ángel González, dessen Arbeitsalltag ihn festhält, übernimmt Co-Trainerin Marilia das Kommando – vom Bankdrücker aus. Die Szenerie irritiert niemanden, denn diese Mannschaft ist auf Ausnahmezustände trainiert. Nach acht Minuten ohne echte Gefahr zündet Bía Souza den Turbo: Silvina schlägt einen Diagonalball, Souza nimmt direkt und netzt zur frühen Führung ein. 60 Sekunden später serviert Amandinha von der rechten Außenbahn, Laura Uña vollendet trocken zum 2:0. Melilla scheint abzudocken.

Navalcarnero tanzt auf holz

Doch die Madrileninnen lassen nicht los. Erst donnert Emilly Marcondes an die Latte, dann zieht Ari einen Außenknaller an Bía Silva vorbei – 2:1. Die Partie kocht, die Foul-Statistik ebenfalls: Torreblanca sammelt fünf Vergehen, bevor die erste Halbzeit verraucht. Irene Córdoba jagt einen weiteren Schuss ans Aluminium, der Ausgleich liegt in der Luft.

Irene córdoba gleicht aus – und verpasst den sieg

Irene córdoba gleicht aus – und verpasst den sieg

Nach dem Seitenwechsel dominiert Navalcarnero. Das 2:2 folgt wie aus dem Lehrbuch: María Sanz warft per Einwurf diagonal in die Box, Córdoba nimmt per Volley mit – Ausgleich in der 30. Minute. Die Azulinas pressen, doch zwei neue Lattenkracher von Luchi und Marian verwehren die erstmalige Führung. Die reguläre Spielzeit endet 2:2.

Silvina lässt das publikum erbeben

In der Verlängerung wechselt die Kräftebalance. Torreblanca wirft die letzten Reserven aufs Parkett, und nach Ecke von Bía Souza donnert Silvina Nava den Ball aus 14 Metern halbhoch ins lange Eck – 3:2. Navalcarnero riskiert mit dem fünften Feldspieler, doch Laura Córdobas Versuch landet erneut in den Armen von Bía Silva. Kurz vor Schluss behält der VAR die Ruhe: kein Handspiel, kein Strafstoß. Abpfiff, Jubel, aber keine Entscheidung.

Das Rückspiel am Samstag, 27. Juni, 12:00 Uhr, droht zur reinen Ausdauerprüfung zu werden. Wer zuerst wieder Luft holt, holt den Titel. Alles andere wäre eine Sensation.