Málaga und leganés liefern sich den showdown, der die aufstiegsplätze erschüttert
18:30 Uhr, La Rosaleda: Die Hypermotion explodiert. Der Málaga CF, seit drei Spielen ungeschlagen, empfängt den CD Leganés, der nach dem 5:2 gegen Ceuta endlich wieder durchatmet. Wer heute zittert, ist draußen. Wer trifft, darf träumen.
Chupete war’s, der in Cádiz die Andalusier auf Touren brachte – drei Tore, ein Tanz, eine Demonstration. Nun jagt der Stürmer die nächste Großchance. Doch die Gäste reisen nicht als Statisten an. Igor Oca ließ seine Mannschaft nach dem Debakel gegen Valladolid umschichten, stellte Ignasi Miquel um und schickte Rafa Rodríguez ins Zentrum. Ergebnis: fünf Treffer, neue Selbstverachtung verwandelt in Selbstvertrauen.
54 Punkte gegen 37 – die krasse schere droht zuzuklappen
Die Tabelle lügt nicht. Ein Sieg katapultiert Málaga auf Platz zwei, vorerst zumindest. Leganés dagegen steht mit dem Rücken an der Abstiegsklippe, nur drei Zähler Luft nach unten. Die Mathematik ist grausam, aber einfach: verliert der Klub aus Madrid, wird die Schere enger. Gewinnt er, rückt das obere Mittelfeld in Reichweite.
Am 31. Spieltag schickte LaLiga TV Hypermotion die Kamera in die Wohnzimmer, wo Fans mit offenem Mund die Offensivorgie des letzten Wochenendes nachsah. Heute wird live berichtet, aber die echten Brüller kommen von der Tribüne. Die Curva de los Malaguistas probt schon den Chor, der die Spieler durch die letzten Minuten schiebt, sollte die Partie wieder so verrückt enden wie zuletzt.

Die stunde der wahrheit für zwei trainer mit gegensätzlicher dna
Sergio Pellicer lebt von der kontrollierten Rasenarbeit, Oca von der beinahe anarchischen Wende. Wer zuerst die Nerven verliert, verliert womöglich den Platz. Die Personalien sind klar: Málaga muss auf Luis Muñoz verzichten, dafür ist Roberto Fernández genesen. Bei Leganés kehrt Seydouba Cissézurück, nachdem die Gelbsperre abgelaufen ist. Ein Wechsel, der die Mittelfeld-Kollision entscheiden könnte.
Der Ball rollt um 18:30 Uhr, die Sonne senkt sich hinter der Sierra de Málaga. Am Ende zählt nur, wer die Tore macht. Und das wird jemand müssen, der bereit ist, die Schuhe dreckig zu machen. Der Rest ist Stimmung, Statistik und Geschrei.
