Mainz demütigt bremen und flüchtet sich ins viertelfinale
Kopf hoch, Paul Nebel. Der 1,69-Meter-Mann jagt den Ball mit dem Schädel ins Netz, Bremen schlägt sich Sekunden später schon die Hände über den Ohren zusammen. 0:2 an der Weser – der FSV Mainz 05 schockt Werder Bremen und kratzt sich in der Bundesliga-Tabelle von ganz unten nach oben.

Ein kopfball, ein stolper-tor und ein hauch europa
Sechs Minuten waren gespielt, als Nebel unbedrängt einköpfte. Bremen wirkte wie betaubt, Stark und Lynen fehlten, die Abwehr schlief. Die frühe Führung gab dem Tabellen-16. Sauerstoff, und als Lee nach der Pause den Ball verschenkt, stolpert und trifft, war die Partie gelaufen. Die Mainzer laufen her, feiern, wissen: Acht Punkte trennen sie jetzt vom Relegationsplatz – und zwei liegen sie vor Bremen.
Die Grün-Weißen dagegen taumeln auf Rang 15. Ein Punkt Vorsprung auf Platz 16, der Anschluss ist weg. Zuletzt hatte die Stimmung noch geschmeichelt, zwei Siege in Folge, doch gegen Mainz kam nichts zusammen. Bittencourt traf nur die Latte, Njinmah verpasst um Zentimeter, Musahs Debüt bringt noch einmal Gefahr – doch es reicht nicht.
Für Mainz geht es am Donnerstag gegen Sigma Olmütz um den ersten Viertelfinaleinzug der Klubgeschichte. Der FSV hat jetzt Luft, Bremen muss zittern. Die Saison ist noch lang, aber die Richtung ist klar: Mainz blickt nach vorn, Bremen nach unten.
