Magdeburg gegen ksc: so laufen die negativserien heute weiter

13:30 Uhr, Avnet-Arena, Schiri Konrad Oldhafer pfeift an – und zwei Klubs wittern die Chance, endlich mal wieder einen Kratzer im Negativtrend zu setzen. Der 1. FC Magdeburg droht nach drei Heimpleiten in Serie den Vereinsnegativrekord, Karlsruhe reist mit dem drittschlechtesten Auswärtsauftritt der Liga an. Wer zuerst blutet?

Die zahlen, die niemand im fanblock laut ausspricht

23 Punkte aus 23 Spielen – so mau war Magdeburg nur in der Debütsaison 2018/19. Die Schmach sitzt tief, besonders daheim. Drei Heim-Niederlagen nacheinander, eine weitere wäre Rekord. Doch die Gäste sind kein Retter in der Not: Zehn Auswärtspunkte nach zwölf Partien, nur Münster und Nürnberg sind noch trister unterwegs.

Die letzten sechs Duelle gegen Karlsruhe endeten ohne Magdeburger Sieg. Lästige Statistik. Aber es gibt einen Lichtblick: In fünf Heimpflichtspielen gegen den KSC blieb der FCM ohne Niederlage. Zweimal gewonnen, dreimal Remis – das ist kein Trost, das ist eine Kampfansage an die eigene Anlage.

Zukowski jagt burgsmüller, wanitzek hält die ksc-fahne hoch

Zukowski jagt burgsmüller, wanitzek hält die ksc-fahne hoch

Mateusz Zukowski traf elfmal in seinen ersten elf Zweitliga-Einsätzen – nur Burgsmüller war in Spiel 12 schon zwölfmal erfolgreich. Der Pole will heute nachlegen, um die Marke zu knacken. Auf der Gegenseite schlägt Marvin Wanitzek unbeirrt seine Konstante vor: In jeder der letzten vier Zweitligajagden mindestens zehn Treffer. Drei andere Spieler schafften das seit 2006 für denselben Klub – das ist keine Blütenlese, das ist Eliteliga.

Louey Ben Farhat (18) machte zuletzt Tor plus Vorlage. Nur Kevin Volland und Lewis Holtby stehen als Teenager in dieser Kombi noch weiter vorne – ein Nebenplot, der neugierig macht.

Schussflut gegen löcher-bude

Schussflut gegen löcher-bude

382 Torschüsse hat Magdeburg in dieser Saison abgefeuert – Liga-Spitzenwert. Karlsruhe kassiert gleichzeitig 377 Gegenschüsse, mehr als jeder andere Klub. Die Schlussfolgerung liegt auf dem Rasen: Wer zuerst trifft, darf hoffen, wer zuerst stolpert, wird erdrischt. In der Rückrunde erzielte der FCM 13 Tore (Rang zwei), kassierte aber auch 15 – die schwächste Abwehr nach der Hinrunde. Die beiden ältesten Startelf-Durchschnitte der Liga (27,6 Jahre KSC, 27,3 Jahre FCM) treffen aufeinander. Erfahrung ist kein Schutzschild, wenn die Nerven flattern.

Kein Free-TV, kein Problem: Sky überträgt live, Sport1 tickert. Und weil beide Teams in der Tabelle nur noch nach unten schauen, wird heute nicht gespielt – sondern gekämpft. Wer die erste Faust setzt, entscheidet, ob die Negativserie endet oder weiterschreibt. Die Uhr tickt. Die Kurve brennt. Und irgendwo in der Avnet Arena wartet ein Tor, das endlich mal wieder für Entlastung sorgt.