Madrid zockt bayern-fans ab: 445 euro für viertelfinale, münchen lässt sie für 50 euro rein

Der Real Madrid hat die Eintrittskarten für das Champions-League-Viertelfinale gegen den FC Bayern am 7. April ausgeschrieben – und die Preise sind eine Ohrfeige für jeden Normalverdiener. Zwischen 120 und 445 Euro verlangt der spanische Rekordmeister, selbst die günstigste Karte kostet mehr als doppelt so viel wie die teuerste, die Bayern-Fans für das Rückspiel zahlen müssen.

Bayern bietet madrilenen eintritt für 50 euro an

Bayern bietet madrilenen eintritt für 50 euro an

Die Münchner haben ihrem Gegner 2.800 Gästetickets für das Rückspiel am 15. April im Allianz Stadium überlassen – und verlangt dafür 50 Euro pro Stück. Die UEFA hatte eigentlich ein Limit von 60 Euro für Auswärtsfans festgelegt. Bayern geht noch tiefer. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt: Die Bayern mögen es, wenn ihre Anhänger laut sind – und Madrilenen, die schon im Achtelfinale gegen Manchester City gezahlt haben, wissen, wie teuer das Bernabéu ist.

Im Bernabéu kostet das günstigste Ticket für Nicht-Mitglieder 120 Euro. Wer im Seitenbereich der Tribüne sitzen will, zahlt 445 Euro. Selbst Mitglieder, die kein Dauerkarten für Europa haben, werden nur mit 30 Prozent Rabatt bedacht. Dann kostet die günstigste Karte 84 Euro, die teuerste 312 Euro. Die Preise sind identisch mit denen, die Madrid bereits gegen Manchester City verlangte.

Die deutschen Fans, die nach Madrid reisen, zahlen 60 Euro – die Hälfte dessen, was ein Spanier ohne Mitgliedschaft berappen muss. Die UEFA hat das 60-Euro-Limit für Auswärtsfans eingeführt, um die Preise zu bremsen. Doch Madrid umgeht die Regel, indem es die Tickets für Einheimische teurer macht und den Auswärtsblock separat verkauft.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Wer in München dabei sein will, zahlt 50 Euro. Wer im Bernabéu sitzen will, muss mindestens das Doppelte hinblättern. Die Frage ist nicht, ob das fair ist – die Frage ist, wie lange die Fans das noch mitmachen.