Madrid rüttelt am thron: fener-stolperer versetzt königlichen titel-rausch
Die Euroliga bebt: Nach dem 82:71 gegen Anadolu Efes und dem Mega-Patzer von Spitzenreiter Fenerbahče (92:82 gegen Zalgiris) trennt Real Madrid nur noch ein einziger Sieg vom ersten Platz – bei vier Spielen Restprogramm. Die Königlichen kommen wie im Flug.
Scariolo plant lautstunden statt rechnen
Coach Sergio Scariolo verweigert sich jeder Rechnerei. „Wir fahren nach Vitoria, um zu gewinnen, nicht um Taschenrechner zu schwingen“, sagte er nach dem Selbstläufer gegen Efes. Die Marschroute ist klar: Baskonia, Olympiakos, Fenerbahče, Estrella Roja. Dreimal Auswärts, zweimal gegen direkte Konkurrenten. Die Akteure atmen tief durch: Sie spüren, dass die Saison jetzt erst richtigbeginnt.
Der Modus spielt den Spaniern in die Karten. Madrid gewann Hinspiele gegen Fener (85:78) und Olympiakos (89:77), besitzt also bei Gleichstand das Heimrecht. Die Formkurve zeigt nach oben: 8 Siege in den letzten 9 Partien, der beste Lauf seit dem Saisonstart. Die Defensive schluckt nur 74 Punkte pro Spiel seit der Februar-Pause, vorher waren es 82.

Barcelona schlägt zurück – und atem
Während die Hauptstadt jubelt, riss der FC Barcelona die Reißleine. Zwei Siege in fünf Tagen – 78:71 gegen Efes, 92:88 gegen Roter Stern – katapultierten die Katalanen von Platz zehn zurück auf acht. Im Palau Blaugrana funktionierte endlich wieder die Chemie: 28 Assists, 8 Ballverluste, Saisonbestwerte. „Wir haben uns gegenseitig in den Hintern getreten, nicht beschwert“, sagte Kapitän Álex Abrines. Das Play-in-Ticket ist wieder greifbar.
Valencia splitet: Das 85:84 gegen Olympiakos war Kunststück, das 104:110 in Belgrad nach doppelter Verlängerung bitter. Die Taronjas bleiben Vierter, doch die Lücke zu den Großen schrumpft auf einen Sieg. „Wir verschenken zu viele Köpfe“, haderte Coach Xavi Pascual. Die Restprogramme im Überblick: Madrid trifft auf drei Top-Feinde, Valencia muss nach Dubai, Barcelona reist nach Kaunas. Der Showdown rückt näher – und keiner will das Heimrecht abgeben.
Die Uhr tickt. In zwölf Tagen steht das letzte Regular-season-Bulletin. Wer bis dahin nicht liefert, fliegt raus – oder muss im Play-in zittern. Madrid hat den Hebel in der Hand, doch die Konkurrenz atmet ihnen in den Nacken. Das Kapitel „Thronsturz“ ist noch nicht geschrieben, aber der Stift schon angespitzt.
