Madrid erwartet lasos heimkehr – euroliga-kracher mit drama-garantie

20.45 Uhr, Movistar Arena: Real Madrid gegen Anadolu Efes – ein Duell, das längst kein Saison-Endspiel mehr ist, aber trotzdem jede Sekunde Herzklopfen verspricht. Denn mit Pablo Laso kehrt der Architekt des modernen Erfolgs-Real zurück in die Halle, die ihm einst zu Hause war.

Laso kommt – und die fans verzeihen nichts

Elf Jahre lang herrschte er hier, holte 22 Titel, zwei davon die begehrteste Trophäe des europäischen Klubbasketballs. Jetzt steht der 56-Jährige auf der gegnerischen Bank, schickt Efes-Playmaker Larkin in die Zonen, die er selbst mit seinen Madridern perfektioniert hat. Die Curva Fond Sur hat schon jetzt Transparente vorbereitet: „Gracias, Pablo – aber heute keine Gnade.“

Die Zahlen sprechen klar: Madrid ist seit 17 Heimspielen ungeschlagen in der regulären Saison, nur einmal (2021) verlor man in der Rückrunde daheim. Efes hingegen kassierte in den letzten drei Auswärtsspielen 292 Punkte – Defensive sieht anders aus. Doch genau das macht die Konstante Katalonien-Krise der Türken so gefährlich: Sie haben nichts mehr zu verlieren.

Poirier lacht – und wird trotzdem ausgepfiffen

Poirier lacht – und wird trotzdem ausgepfiffen

Vincent Poirier trug bis vor zwölf Monate noch das Weiß der Königsblauen, war Liebling der Grada, weil er jeden Offensiv-Rebound mit einem Brüllen zelebrierte. Seine 6,8 Punkte und 5,4 Rebounds pro Partie waren kein Zufall, sondern reine Arbeitsmoral. Jetzt ist der Franzose Efes’ einziger Big, der noch durch die Knie geht – und genau deswegen wird er beim Einlaufen erstmals seit 2021 wieder den Gong der Ultras hören. Ironie des Sports: Je mehr Anerkennung man erntet, desto lauter wird der Pfiff, wenn man plötzlich die Farben wechselt.

Für Madrid geht es indes um Position drei – und damit um Heimrecht im Viertelfinale. Die 21 Siege bisher lassen Trainer Chus Mateo trotzdem nicht einlullen: „Wir haben noch fünf Finals vor uns“, sagt er auf der Pressekonferenz und spielt damit auf die restlichen Hauptrunden-Spiele an. Die Rechnung ist simpel: Gewinnt Madrid, kann Efes die Playoffs nicht mehr erreichen; verliert Madrid, rückt Baskonia auf Platz vier. Ein Sieg würde zudem die beste Heimbilanz der EuroLeague-Historie einstellen – 16 Siebe in einer Saison war bisher Rekord, jetzt sind es 17.

So sehen sie das spiel live

So sehen sie das spiel live

Anstoß ist um 20.45 Uhr im Movistar Arena, live auf #VAMOS (Movistar Plus+, Schaltung 8). Wer unterwegs ist, streamt über la Casa del Real Madrid-App oder hört das Original-Kommentar auf Radio MARCA. Unser Tipp: Schalten Sie ein, bevor Laso hereinkommt – die Standing Ovations dauern länger als ein Time-out.

Am Ende bleibt eine Wahrheit: Entscheidend ist nicht, wie laut die Fans jubeln, wenn die Anzeige die Starting Five zeigt – sondern wie laut es wird, wenn die Uhr auf 0:00 steht. Madrid will Geschichte schreiben, Efes will Geschichte stören. Und Pablo Laso? Er will einfach nur gewinnen – irgendwie wird er dafür bezahlt.