Löwen knien in mannheim: reichel kippt derby in sekunde 36 der overtime
Kristian Reichels Handgelenkschlenzer traf mitten ins Herz der Hessen. Die Löwen Frankfurt verabschieden sich mit einem 3:4 aus der SAP Arena, lassen zwei Punkte liegen und kassieren die dritte Overtime-Niederlage im fünften Derby dieser Saison. Die Stimmung kippte von Sekunde zu Sekunde.

Cameron brace trifft doppelt, aber reichel hat das letzte wort
Die Adler starten mit dem bekannten Mannheimer Druck, nutzen die erste Powerplay-Chance, legen nach. 2:0 nach zwölf Minuten – die Löwen wirken wie in Watte gepackt. Doch Cameron Brace schüttelt sich im Mitteldrittel, trifft zum Anschluss, gibt der Kabine Luft. Als Reichel das 3:1 erzielt, glauben 13.600 Zuschauer an die Vorentscheidung. Dennis Lobach und Brace dementieren, 57 Sekunden vor Schluss steht’s 3:3. Verlängerung. Hoffnung. Und dann der Checkmate-Moment: Reichel, 36 Sekunden später, Matchwinner.
Die Zahlen sind hart: Frankfurt wartet seit fünf Spielen auf einen Sieg gegen Mannheim, kassierte in dieser Phase acht von neun möglichen Punkten gegen den Tabellenzweiten. Die Löwen rutschen auf Rang neun ab, der Playoff-Abstand wächst auf fünf Punkte. Trainer Pavel Gross redet von „Charakter“, aber die Punkte fehlen in der Tabelle.
Morgen geht’s nach Nürnberg. Die Löwen müssen regenerieren, die Saison ist noch lang, aber jedes Derby verschenkte Punkt wiegt doppelt. Die nächste Chance kommt schnell – ob sie genutzt wird, entscheidet sich in 48 Stunden.
