Freiburg am rande des europapokal-traums: braga schlägt zurück!
Freiburgs Weg in den ersten europäischen Finaleinzug seit 1999 hängt in der Luft! Im mitfiebernden Europa-Park-Stadion kassierte der Sportclub im Halbfinal-Rückspiel der Europa League einen herben Schock: Sporting Braga verkürzte auf 2:1 – und plötzlich zittert die alte Dame. Kann Freiburg das Kunststück wiederholen und das Finale erreichen?
Die erste halbzeit: dominanz und der platzverweis
Die erste Hälfte gehörte klar dem Sportclub. Nach knapp 20 Minuten klingelte es durch das Stadion, als Lukas Kübler nach einer präzisen Ecke von Grifo zum 1:0 einköpfte. Doch die Freude währte nur kurz, denn Braga schlug schnell zurück. Die Partie nahm jedoch eine dramatische Wendung, als Bragas Mario Dorgeles in der 6. Minute einen entscheidenden Rettungsversuch mit einem Notbremse beging. Der Portugiese sah Gelb-Rot, und Freiburg übernahm die Kontrolle. Johan Manzambi erhöhte in der 41. Minute mit einem herrlichen Schlenzer auf 2:0 – ein Zwischenstand, der das Finale in Reichweite schien.

Die zweite halbzeit: portugiesischer nadelstich und nervenflattern
Doch Braga gab sich nicht geschlagen. Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Portugiesen den Druck und belohnten sich in der 58. Minute mit dem Anschlusstreffer. Ein Nadelstich, der die Nerven der Freiburg-Fans in höchstem Maße strapazierte. Die letzten Minuten waren ein offener Schlagabtausch, wobei Freiburg alles in die Waage warf, um den knappen Vorsprung zu verteidigen.
Die Atmosphäre im Stadion war elektrisierend. Über 34.700 Zuschauer fieberten mit, während die Spieler auf dem Platz jede Facette ihres Könnens zeigten. Die Fans, die sich schon vor dem Anpfiff in der Innenstadt versammelt hatten, bangten mit der Mannschaft und feuerten sie mit Inbrunst an.
Ein Blick auf die Aufstellungen: Freiburg setzte auf eine bewährte Formation mit Kübler und Höfler im Zentrum, während Braga mit einer eingespielten Mannschaft antrat. Davide Massa aus Italien hatte die Partie souverän im Griff.
Die Fans des FC Portugiesen Freiburg, ein Traditionsverein mit portugiesischen Wurzeln, waren ebenfalls mit dabei und unterstützten Braga lautstark. Ein besonderes Augenzwinkern galt Joao Dias und Konrad Wehrle, zwei ehemalige Spieler des FCP, die nun für beide Mannschaften die Daumen drückten.
Die Stimmung in der Kneipen und Biergärten war ebenfalls ausgelassen. Schon frühzeitig fanden sich zahlreiche Fans ein, um das Spiel mitzuerleben. Der „Kaiser“ in Freiburg war bereits Stunden vor Anpfiff brechend voll.
Die Partie endete mit einem 2:1 für Freiburg nach regulärer Spielzeit. Die Entscheidung muss nun in der Verlängerung oder im Elfmeterschießen fallen. Freiburg steht vor einer Mammutaufgabe, doch die Hoffnung auf das erste Finale in der Vereinsgeschichte stirbt zuletzt.
