Djokovic glaubt fest an serena-comeback: wimbledon mit venus im doppel?

Die Wüste um Indian Wells brodelt, und nicht nur wegen der Hitze. Novak Djokovic hat eine Bombe gezündet: Serena Williams wird seiner Überzeugung nach auf die Tour zurückkehren – und das vielleicht schon in Wimbledon, gemeinsam mit ihrer Schwester Venus im Doppel.

„Ich spüre es, sie kommt“

Der Serbe sprach am Rande des Masters im kalifornischen Tennis-Mekka mit jener leisen Sicherheit, die ihn aus 24 Grand-Slam-Titeln kennt. „Ich habe nicht mit ihr gesprochen, aber das Gefühl ist da. Sie wird zurückkommen“, sagte Djokovic und lächelte dabei, als hätte er das Skript schon gelesen. Die 44-jährige Serena, seit Dezember wieder im Anti-Doping-Pool gemeldet, hatte Ende Januar noch geschwankt: „Weder Ja noch Nein. Ich warte ab.“ Doch Djokovic’ Worte klingen nicht nach Rhetorik, sondern nach Insider-Wissen.

Die Zocker in den Wettbüros reagierten sofort: Die Quote auf einen Auftritt der 23-fachen Major-Siegerin in Wimbledon stürzte von 15,0 auf 4,2. Die Spielerin selbst schweigt, aber ihr Physio wurde gestern in London gesehen – mit Tennisschlägern im Gepäck.

Venus als schlüssel: doppel statt einzelplage

Venus als schlüssel: doppel statt einzelplage

Die ältere Williams, 45, erhielt in Indian Wells eine Einzelwildcard, doch das könnte Tarnung sein. Djokovic deutet an: „Ein Doppel mit Venus wäre großartig, für die Fans und für sie. Weniger Belastung, mehr Show.“ Der Plan klingt verrückt – aber er ist realistisch. Venus’ Serve-and-Volley passt zu Serenas Return-Monster, und die Schwestern haben 14 Doppel-Titel gemeinsam, zuletzt 2016 in Wimbledon.

Das All England Club liebte schon immer Comebacks: 2017 ließ man Martina Hingis nach fünf Jahren Pause wild carden. 2024 könnte das Williams-Doppel die Centre-Court-Kasse zum Klingen bringen – und die Quote für ein Finale gegen Coco Gauff/Jessica Pegula steht bereits bei 8,0.

Das schweigen der mutter

Serena hat zwei Kinder, ein Modeimperium und ein Venture-Capital-Startup. Dennoch: Wer im Dezember freiwillig wieder in das lästige Testprogramm einsteigt, will spielen. Djokovic kennt diese Sehnsucht. „Wenn der Körper still ist, schreit der Kopf“, sagte er einst über seine eigene Auszeit 2022. Die Uhr tickt, aber die Uhr der Williams tickt anders. Ihre Serve-Geschwindigkeit lag zuletzt bei 188 km/h – nur 6 km/h unter ihrer Karrierebestmarke.

Am Samstag startet Djokovic selbst in Indian Wells gegen Holger Rune. Doch selbst seine Niederlage gegen Alcaraz in Melbourne scheint vergessen, seit er von Serena spricht. Die Kameras werden ihm folgen, die Fragen bleiben gleich: Wann? Wo? Gegen wen? Seine Antwort: „Wimbledon. Juli. Mit Venus. Und dem ganzen Court im Nacken.“

Wenn Serena in SW19 aufschlägt, wird Djokovic vielleicht schon im Viertelfinale stehen. Dann könnte er zuschauen – oder mit ihr trainieren. Die Zukunft des Tennis beginnt mit einem Gerücht, das sich eben nicht als Gerücht entpuppt.