Liverpool zerquetscht galatasaray und jagt paris den 4:0-triumph

Anfield bebte, Statistiken explodiieren: 32 Schüsse, 77 Angriffe, 4:0. Liverpool fegt Galatasaray aus der Champions League und schreibt sofort das nächste Kapitel: Revanche gegen Titelverteidiger PSG.

Slot löst das finale-trauma mit einem handstreich

Arne Slot stand nach dem 0:1 in Istanbul mit dem Rücken zur Wand. Seine Lösung? Ein 4-2-3-1, das Galatasaray in Ketten legt. Schon nach sechs Minuten donnert Dominik Szoboszlai die Kugel zur 1:0-Führung in den Winkel – sein siebtes Tor im elften Pflichtspiel seit Weihnachten. Die verpassten Chancen, darunter ein Salah-Elfmeter kurz vor dem Pausenpfiff, wirken wie ein Scherz, weil Paris längst im Kopf der Reds war.

Nach dem Seitenwechsel bricht Hugo Ekitiké innerhalb von 180 Sekunden den Bogen: 2:0, 3:0. Der Franzose, im Winter aus Frankfurt geliehen, trifft erstmals in der Königsklasse und liefert sich direkt ein Interview, das in den sozialen Kanälen viral geht: „Wir hätten zehn machen können, so sehr dominierten wir.“

Salah knallt sich in die geschichtsbücher

Salah knallt sich in die geschichtsbücher

Mohamed Salah verwandelt in der 62. Minute nach Zuckerpass von Florian Wirtz per Hacke seinen 50. Champions-League-Treffer. Nur Cristiano Ronaldo und Lionel Messi waren schneller auf dieser Marke. Der Ägypter degradiert damit die anfängliche Diskussion über seine Form zur Nebensache.

Die Zahlen sind gnadenlos: vier Tore, riesige 4,3 erwartete Treffer (xG), 72 Prozent Ballbesitz. Slot zeigt sich trotzdem nüchtern: „Wir dürfen diese Effizienz nicht als Normalzustand missverstehen. Gegen Paris wird jede einzelne Aktion zählen.“

Paris wartet mit offener rechnung

Paris wartet mit offener rechnung

Vor zwölf Monaten scheiterte Liverpool im Achtelfinale an PSG im Elfmeterschießen. Dieses Mal droht dem französischen Champion ein veritables Powerplay. Szoboszlai lacht die Vergangenheit weg: „Wir haben nicht umsonst trainiert, wie man gegen Pressing entkommt. Nun sind wir dran.“

Die erste Partie in Paris steigt am 8. April. Liverpool reist mit dem Selbstbewusstsein einer Mannschaft, die seit fünf Pflichtspielen unbesiegt ist und in der Liga wieder oben mitmischt. PSG-Trainer Luis Enrique schickt indes schon erste Videobotschaften an seine Abwehr: Breite Spielfläche, schnelle Vertikalität, Szoboszlai zwischen den Linien.

Die Botschaft aus Anfield ist eindeutig. Liverpool hat nicht nur Galatasaray versenkt – die Reds haben sich selbst neu erfunden. Und Paris? Die Hauptstadt wird zur Schauplatz eines Feuerwerks, das längst entzündet wurde.