Liverpool zerlegt gala mit vier toren – und schießt sich auf psg ein

Endlich. Nach zwei Pleiten gegen Galatasaray hat Liverpool im dritten Anlauf zugeschlagen. 4:0 im Rückspiel, Anfield tobte, und die Türken flogen mit blutender Nase und gebrochenem Stolz nach Hause.

Szoboszlai packt aus: wir haben ihr geflammer persönlich genommen

Was wie ein Fußballspiel aussah, war eine Abrechnung. Dominik Szoboszlai verriet nach Abpfiff, warum die Reds so branziert auftraten: „Ich stand beim letzten Mal am Mixed Zone-Mikro, da hörte ich, wie sie in der Kabine Party machten. Für mich war das ein Vorsatz.“ Ein Vorsatz, der sich in jedem Sprint, in jedem Zweikampf, in jedem der vier Treffer entlud.

Hugo Ekitiké, 51. Minute, 2:0. Der Franzose hätte fast mitsprechen können, so allein stand er. „Wir hätten auch 10:0 gewinnen können“, sagte er später – und klang dabei nicht einmal besonders arrogant. Denn er hatte recht: Gala-Keeper Fernando Muslera rettte drei Mal mit dem Gesicht, sonst wäre die Klatsche noch schlimmer ausgefallen.

Die Statistik, die Liverpool mitnehmen darf: 27 Schüsse, 12 aufs Tor, 68 Prozent Ballbesitz. Die Zahl, die Gala mitnimmt: ein Krankenwagen. Noa Lang flog mit gebrochenem Finger auf der Trage vom Platz, die Rest-Moral verloren die Türken schon in der 23. Minute beim 0:1 von Cody Gakpo.

Paris ruft – und mit ihm die alte frage: wie weit kommt klopp 2.0?

Paris ruft – und mit ihm die alte frage: wie weit kommt klopp 2.0?

Jetzt winkt Paris Saint-Germain im Viertelfinale. Kein leichter Gegner, aber auch kein unlösbares Rätsel. Die Saison war bislang holprig, die Meisterschaft ein Traum, der sich nicht erfüllt, die Champions League plötzlich der letzte Lebensader für ein Happy End. Der Druck, der sich gegen Gala entlud, liegt weiter auf den Schultern. Nur jetzt trägt er ein Lächeln.

Anfield wird wieder donnern. Und Szoboszlai wird wieder lauschen – ob in Paris jemand feiert, bevor das Rückspiel steigt. Die Lektion, die Galatasaray lernte: Wer zu früh tanzt, bekommt beim Wiedersehen vier Schläge ins Gesicht. Liverpool hat sich selbst gerettet und ist wieder jenes Biest, das Gegner früher fürchteten. Die nächste Party steigt in Paris. Aber diesmal bestimmt der Gast das Tempo.