Littler-jagd startet: schindler fordert o’connor – 266.000 € in wieze
Die Belgian Darts Open explodieren heute in Wieze. 13 Uhr, zweiter Turniertag, Luke Littler jagt seinen dritten Sieg in Serie, und Martin Schindler ist der letzte deutsche Hoffnungsträger. Die Arena kocht schon beim Warm-up.
Schindler gegen o’connor: der auftakt mit zündstoff
Die fünfte Partie der Nachmittagssession verspricht Brisanz. Schindler, aktuell bester Deutscher der Order of Merit, trifft auf William O’Connor, den irischen Puncher, der zuletzt in Graz für Furore sorgte. Lukas Wenig und Niko Springer sind bereits raus – für Deutschland liegt der Fokus jetzt auf dem 27-jährigen Magnesiumwerker aus Berlin. „Ich kenne O’Connors Tempo, ich muss die Doppelfelder treffen, sonst wird es eng“, sagte Schindler vor dem Match. Die Buchmacher sehen ihn leicht vorn, doch im Ally Pally-Stil-Ambiente von Wieze zählt nur das Board.
Die Session davor liefert gleich zwei Kracher: Chris Dobey gegen Dave Chisnall – ein Duell auf Augenhöhe mit durchschnittlich 98 Punkten pro Besuch. Danach Ryan Searle gegen Ricky Evans, das Kontrastprogramm: Flitzer gegen Power.

Littler fordert krcmar – barneys beisser wartet
Abendprogramm, 20 Uhr: Luke Littler betritt die Bühne. Der 17-Jährige hat die Belgian Darts Open 2024 und 2025 gewonnen, beide Male mit 8:7 bzw. 8:5 im Finale. Nun will er den Hattrick. Im Weg steht Boris Krcmar, der Kroate, der gestag Abend Raymond van Barneveld mit 6:1 zerlegte und prompt twitterte: „Barney war nur Vorspeise.“ Littler antwortete mit einem Zwinkern: „Dann serviere ich den Hauptgang.“
Parallel läuft Michael van Gerwen gegen Mickey Mansell – ein nordirischer Albtraum für MVG, der gegen Mansell zuletzt zweimal verlor. Jonny Clayton trifft auf Polens Newcomer Sebastian Bialecki, der in der Development Tour bereits drei Turniere gewann.

266.000 Euro, 15 tour-stops – und ein modus, der zehrt
Bis zum Viertelfinball geht’s über „Best of 11 Legs“, im Halbfinale über 13, im Finale über 15. Die Preisgelder: 35.000 Pfund für den Sieger, 15.000 für den Final-Verlierer, 230.000 Gesamt-Pool. Das reicht für ein neues Auto oder ein Jahr Tour-Eintrittsgelder. Wer heute scheidet, fliegt morgen nach Hause – und muss sich auf die German Darts Grand Prix in München qualifizieren.
DAZN überträgt live, Kommentator Stefan Hertel verspricht: „Wenn Schindler die Doppel trifft, wird Wieze zum Hexenkessel.“ Die Fans sind bereits in den Zelten vor der Halle, Bier und Fritten fliegen, die belgische Flagge weht neben der englischen. Die Belgian Darts Open sind mehr als ein Turnier – sie sind der erste echte Klassiker der European Tour 2026. Und heute Abend könnte Littler Geschichte schreiben. Oder eben Schindler für die nächste deutsche Sensation sorgen.
