Lipowitz zieht an evenepoel vorbei – vingegaard fliegt schon wieder

Florian Lipowitz hat bei der 5. Etappe der Katalonien-Rundfahrt die interne Hierarchie bei Red Bull verschoben. Der 22-Jährige fuhr auf dem Coll de Pal 37 Sekunden schneller ins Ziel als Teamkollege Remco Evenepoel – und schob sich damit in die Top-5 der Gesamtwertung.

Vingegaard dominiert, lipowitz sticht heraus

Jonas Vingegaard gewann die Etappe nach 153,1 Kilometern mit 1:01 Minuten Vorsprung vor Felix Gall. Dahinter: Lenny Martinez, Lipowitz – und erst dann Evenepoel. Der Belgier, im Januar von Quick-Step zu Red Bull gewechselt, verlor auf dem 16,9-Kilometer-Anstieg mit durchschnittlich sieben Prozent Steigung deutlich. Die Botschaft ist klar: Lipowitz ist nicht mehr nur der Helfer.

Die Entscheidung über die Tour-Kapitänschaft wird jetzt heißer. Bisher war geplant, dass Evenepoel und Lipowitz als Doppelspitze in die Frankreich-Rundfahrt starten. Doch wer führt, wenn einer der beiden in der Form seines Lebens ist?

Vingegaard spielt seine trumpfkarte früh

Vingegaard spielt seine trumpfkarte früh

Der Däne, der Paris-Nizza bereits gewann, spielt vor den Pyrenäen schon jetzt sein ganzes Können aus. „Ich habe mich am letzten Anstieg richtig gut gefühlt“, sagte er nach der Etappe. Mit einem so großen Vorsprung habe er nicht gerechnet. Die Frage ist: Wer kann ihn noch stoppen?

Für Lipowitz ist der vierte Platz in der Gesamtwertung (1:13 Minuten Rückstand) das beste Ergebnis seiner noch jungen WorldTour-Karriere. Am Samstag wartet mit der Etappe nach Santuari de Queralt nochmal ein Bergmonster – und vielleicht die nächste Machtprobe mit Evenepoel.

Die Katalonien-Rundfahrt endet am Sonntag in Barcelona. Wer dann im Rot-Weißen Trikot steht, ist so offen wie selten zuvor.