Lewandowski: rückkehrer oder atlético-albtraum?

Die Überraschungstaktik des Trainers Flick gegen Atlético Madrid ließ Barcelona-Fans sprachlos zurück: kein klassischer Mittelstürmer im Aufgebot. Lewandowski und Ferran Torres saßen zunächst auf der Bank, während Dani Olmo als vermeintlicher „falsche Neun“ in die Spitze rotierte. Doch heute Abend könnte sich die Situation wenden – und Lewandowski im Zentrum des Champions-League-Duells stehen.

Die rossi-pause: ein taktisches schachspiel

Flick betonte nach dem Ligaspiel, dass die beiden vorherigen Länderspiele für Lewandowski eine hohe Belastung darstellten. Ein berechtigter Einwand, bedenkt man die Intensität des internationalen Fußballs. Die Schonung von Leistungsträgern, insbesondere im fortgeschrittenen Alter, ist ein probates Mittel, um Verletzungen vorzubeugen und die Formkurve zu halten. Doch die Frage bleibt: War die Auszeit für Lewandowski die richtige Entscheidung angesichts der bevorstehenden Aufgabe gegen Atlético?

Das Comeback gegen Atlético könnte für den Polen eine Art Befreiung sein. Sein Treffer am vergangenen Samstag, ein Abstauber nach einer Rettungstat des Keepers, gab ihm nicht nur Selbstvertrauen, sondern unterstrich auch seine Instinkte als Torjäger. Lewandowski hat in den letzten Partien drei Treffer erzielt und scheint wieder in Torraums-Form zu sein.

Ferran torres: der formtief

Ferran torres: der formtief

Während Lewandowski seine Torjägerqualitäten unter Beweis stellt, stecken Ferran Torres die Messer im Herzen. Seine Formkurve fällt alarmierend. Es ist ein Phänomen, das sich in Barcelona beobachten lässt: Ein Spieler, der zuvor in Höchstform agierte, verliert plötzlich jeglichen Torinstinkt. In den letzten zwölf Spielen für den FC Barcelona blieb Torres torlos – ein erschreckendes Zeichen für einen Offensivspieler. Die Frage ist nicht, ob er die Möglichkeiten hat, sondern ob er sie nutzen kann.

Flick schenkt Torres weiterhin sein Vertrauen, doch die nackten Zahlen lügen nicht. Seine Präzision im Abschluss hat abgenommen, und er wirkt verunsichert. Atlético ist traditionell ein Spielplatz für den Spanier, in den letzten zwei Spielzeiten erzielte er dort drei Tore. Ob er diese positive Bilanz nun fortsetzen kann, bleibt abzuwarten. Aber eines ist klar:

Die Bewährungsprobe für Torres ist nun gekommen. Er muss beweisen, dass er trotz seiner Durststrecke noch zu alter Stärke finden kann. Andernfalls droht ihm, auf der Bank zu landen und Lewandowski den Platz im Angriff freizumachen.