Lemgo verpasst chance auf europa: krimi gegen melsungen!

Ein bittere Niederlage für den TBV Lemgo Lippe! Im packenden Duell gegen die MT Melsungen verloren die Lipperinnen mit 26:27 und verpassten die Chance, den Rivalen im Kampf um den Europapokal entscheidend abzuschütteln. Die Spannung in der Phoenix Contact Arena war greifbar, doch am Ende fehlten nur wenige Zentimeter und ein klarer Kopf im entscheidenden Moment.

Kehrmann: „das tut besonders weh“

Trainer Florian Kehrmann war sichtlich enttäuscht. „Uns tut diese Niederlage heute besonders weh, weil ich glaube, wir haben heute sehr viel auf dem Spielfeld gelassen“, erklärte er nach dem Spiel. Die kurzfristige Absage von Lukas Hutecek aufgrund von Rückenbeschwerden schmerzte, obwohl die Mannschaft sich bemühte, den Ausfall zu kompensieren. Doch die Fehler im Spielaufbau und die unglücklichen Abpraller entschieden letztendlich das Spiel.

Die Lemgoer legten im ersten Abschnitt bis zu drei Treffer vor, doch nach einer Führung von 15:13 zur Pause gaben sie die Initiative an die Gäste ab. Ein entscheidender Moment war die Phase, in der Lemgo das Spiel zu kontrollieren schien. „Wir machen in dieser Phase, wo wir das Spiel eigentlich unter Kontrolle haben, ein, zwei Fehler zu viel. Da lassen wir Melsungen im Spiel“, haderte Kehrmann.

Hendrik Wagner zeigte sich selbstkritisch und betonte, dass Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage entscheiden. Ein unglücklicher Abpraller, die Positionierung der Abwehrspieler – „scheinbar darf man in unserem Fall solche Situationen immer wieder erleben“, so Kehrmann – trugen letztlich zur Niederlage bei.

Die letzte Minute war dramatisch. Der Führungstreffer von Aaron Mensing konnte nicht beantwortet werden, als Samuel Zehnder einen Siebenmeter an MT-Schlussmann Nebojsa Simic scheiterte. Ein Schlusspunkt für ein Spiel voller Emotionen.

Blick nach berlin: die nächste hürde wartet

Blick nach berlin: die nächste hürde wartet

Trotz der Enttäuschung blickt Kehrmann positiv in die Zukunft. „Trotzdem bin ich sehr stolz auf meine Mannschaft, und ich glaube, wir haben heute wirklich einen großen Kampf geliefert“, sagte er. Der Blick richtet sich nun auf die anstehenden Herausforderungen: ein Doppelspieltag gegen Berlin, inklusive des Halbfinales im DHB-Pokal. Die nächsten Wochen werden entscheidend sein, um die Position in der Tabelle zu festigen und die Chance auf die Teilnahme am Europapokal nicht endgültig zu verspielen. Die Lipper müssen sich nun aufrappeln und zeigen, dass die Niederlage gegen Melsungen eine Ausnahme war.