Lemgo demütigt magdeburg – party-wahnsinn nach platz 3!
Köln – Gänsehaut, Jubel und eine gehörige Portion Snollebollekes-Musik: Der TBV Lemgo Lippe hat am Sonntag im Kölner Final4 den großen Favoriten SC Magdeburg im Kampf um Platz 3 mit 35:31 dekonstruiert und sich damit einen verdienten Mini-Titel gesichert. Nach einer verpassten Sensation im Halbfinale gegen die späteren Pokalsieger aus Berlin, ließ die Mannschaft von Trainer Florian Kehrmann die Enttäuschung hinter sich und zeigte eine beeindruckende Leistung.

Die weite welt bebt
Was folgte, war ein Ausbruch pur: Der TBV-Tross kehrte in die heimische Kneipe „Weite Welt“ zurück, wo unter anderem zum Gute-Laune-Garanten der Snollebollekes (Links Rechts) abgetanzt wurde – ein Song, der bei der EM 2024 zu einem regelrechten Fußball-Hit wurde. Der Triumph in Köln ist für den Verein und seine Fans ein unvergessliches Erlebnis.
„Die Mannschaft hat es geschafft, sich als Einheit zu besinnen und noch mal alles auf dem Feld zu lassen“, freute sich ein sichtlich erleichterter Trainer Florian Kehrmann. „Wir sind gut reingekommen, haben Magdeburg vor Aufgaben gestellt. Sowohl mit Kreisläufer als auch mit vier Rückraumspielern haben wir gute Lösungen gefunden und haben immer die Kontrolle gehabt.“ Die Leistung war von einer beeindruckenden taktischen Flexibilität und einer unbändigen Siegeswillen geprägt.
Geschäftsführer Jörg Zereike ergänzte: „Wir haben den wahrscheinlich zukünftigen deutschen Meister beherrscht und ihn geschlagen. Wir sind stolz darauf, fahren nicht mit leeren Händen nach Hause und haben den Fans mit dem Sieg etwas zurückgegeben. Es hat großen Spaß gemacht – wir kommen gerne wieder.“ Der dritte Platz bedeutet zudem die direkte Qualifikation für das nächste Achtelfinale im DHB-Pokal – nur zwei weitere Siege sind nötig, um erneut in diesem prestigeträchtigen Wettbewerb zu brillieren.
Ein Moment der Ehrfurcht: Besonders bewegend war der Moment nach dem Abpfiff, als Kehrmann den Magdeburger Tim Hornke, der seine Karriere am Saisonende beendet, herzlich umarmte. Auch die unterlegenen Magdeburger, inklusive Trainer Bennet Wiegert, zeigten ihren Respekt, indem sie beim Einlaufen der Lemgoer zur Ehrung Spalier standen – ein Zeichen des Sportsmanngemüts.
Kapitän Tim Suton war mit acht Treffern einer der prägenden Figuren des Spiels und sorgte für den ersten Sieg gegen Magdeburg seit 2021. „Ich bin echt stolz auf uns als Mannschaft. Eine Wahnsinnsleistung. Wir haben für Magdeburger Verhältnisse auch sehr wenig Gegentore bekommen und vorn haben wir sehr zäh und geduldig gespielt.“ Die kurze Enttäuschung über das verpasste Finale wich schnell dem Stolz auf die gezeigte Leistung. „Kurz habe ich mich geärgert, weil ich echt das Gefühl hatte, dass wir hätten auch im Finale stehen können“, gestand Suton.
Magdeburgs Coach Bennet Wiegert räumte nach der deutlichen Niederlage ein: „Wir waren in der zweiten Halbzeit so unterlegen, dass das Ergebnis noch schmeichelhaft für uns ist.“ Die Lemgoer hingegen nutzten ihre Chance und demonstrierten, dass sie zu den Top-Teams im deutschen Handball gehören.
Die Feierlichkeiten in Lemgo werden noch lange nachhallen. Der Sieg im Kampf um Platz 3 ist ein Beweis für den Teamgeist, die Leidenschaft und die unbändige Willenskraft des TBV Lemgo Lippe – und ein versöhnlicher Abschluss für ein aufregendes Final4-Wochenende.
