Leipzig schmeißt die rote laterne weg – 30:29 gegen erlangen rettet das klassenziel
4510 Zuschauer in der Arena am Pfaffenteich wollten es nicht glauben: Als der Schlusspfiff ertönte, stand der SC DHfK Leipzig plötzlich nicht mehr auf dem letzten Tabellenplatz. Ein 30:29 (17:13) gegen den HC Erlangen – und die Sachsen atmen erstmals seit Wochen durch.
Mrkva wird zur mauer, piroch zum vollstrecker
Torhüter Tomas Mrkva parierte in der Schlussphase drei siebenmeterreife Chancen der Oberfranken, traf anschließend mit einem 70-Meter-Abschlag den Aluminiumkasten – und sorgte für den ersten Angriff, den Tomas Piroch zum 20:15 verwandelte. Die dachten alle, jetzt läuft‘s. Doch der HCE schlugzurück. Marek Nissen nagte den Vorsprung bis auf 22:20 herunter, Tobias Buck traf in der 59. Minute sogar zum 30:29. 29 Sekunden blieben. Leipzig spielte die Zeit runter, ohne dass Erlangen noch einmal an den Ball kam.
Die Szene des Abends lieferte sich Dean Bombac mit Macej Gebala. Der slowenische Rückraum versenkte den Halbzeitstand zum 17:13 – und tanzte vor der Haupttribüne, während Gebala wegen eines Gesichtswischers schon früh die Zwei-Minuten-Strafe kassierte. Gebala, bis 2024 noch Leipziger, blieb trotzdem der einzige alte Bekannte auf dem Feld. Ex-Sachse Viggo Kristjansson und Andri Runarsson saßen verletzt nur in der Kabine.

Vier spiele, ein ziel: liga bleibt drin
Mit dem dritten Saisonsieg – nach dem Erfolg gegen Hamburg und dem Punkt in Kiel – rückt Leipzig auf Rang 17 vor und lässt Minden auf die letzte Position rutschen. Trainer André Haber war nach Abpfiff sprachlos: „Die Jungs haben Herz gezeigt, mehr geht nicht.“ Die restlichen vier Partien entscheiden nun, ob die rote Laterne nur kurz getauscht wurde oder tatsächlich für immer weggeschmissen wurde. Die Fans feierten bis in die Nacht – und wissen: Das nächste Endspiel kommt schon am Samstag in Stuttgart.
