Matthäus glaubt an den finaleinzug: „bayern war schon in paris die bessere mannschaft“
5:4 in Paris – ein Resultat, das selbst Lothar Matthäus sprachlos machte. Der Rekordnationalspieler bezeichnete das Spektakel im Parc des Princes als „eines der besten Champions-League-Spiele aller Zeiten“. Doch hinter dem Offensiv-Feuerwerk versteckt sich eine Prognose, die PSG bis Mittwoch beschäftigen wird.
Die körper-sprache verrät den favoriten
Matthäus saß nicht einfach nur vor dem Fernseher. Er beobachtete, wie die Bayern in der Schlussphase noch zwei Großchancen zum Ausgleich hatten – und wie PSG-Trainer Luis Enrique in der 85. Minute bereits auf der Bank kauerte, als seine Stars die Hände auf die Knie stützten. „Sie kamen auf dem Zahnfleisch daher“, sagt er im kicker, „dieses Tempo werden sie in München nicht durchhalten.“
Die Zahlen untermauern seine These: Die Bayern liefen 112 Kilometer, drei mehr als Paris, und gewannen 56 Prozent der Zweikämpfe. „In einer Verlängerung würde der körperliche Vorteil exponentiell steigen“, glaubt Matthäus. Er rechnet sogar mit 120 Minuten, sollte Kompany seine Rotation frühzeitig einleiten.

Kompany ist zurück – und das ist mehr als symbolik
Gegen Paris musste der Belgier von der Tribüne aus telefonieren, weil Gelb ihn an die Seitenlinie fesselte. Im Rückspiel steht er wieder vor dem Spielfeld, Mikrofon in der Hand, Blick auf die Uhr. „Er kann Druckmomente direkt steuern“, sagt Matthäus. „Kein Nachteil, wenn der Coach mitten im Getümmel steht.“
Bayern-Intern spricht man von einem „kleinen Fünfer“ in der Kabine: Kompany, Sammer, Eberl, Müller und Neuer bilden eine Kommandozentrale, die selbst einen 0:2-Rückstand noch als „Startvoraussetzung“ betrachtet. Matthäus kennt diese Mentalität aus 150 Länderspielen. „Ich gehe davon aus, dass die Bayern ins Finale kommen. Sie waren schon am Dienstag das bessere Team.“
21 Uhr, Allianz Arena, 75.000 Zuschauer. Dann entscheidet sich, ob PSGs Sprint-Modus noch einmal zündet – oder ob die Bayern die Lufthoheit übernehmen und das Tempo auflösen wie einen Zuckerwürfel im Kaffee. Matthäus‘ Fazit fällt knapp aus: „Wenn sie früh treffen, wird Paris auseinanderbrechen.“
