Lask-ried: cupkracher mit schal-skandal und finale-traum
Ried. LASK. 20.30 Uhr. Das Innviertel kocht, 7.336 Fans warten auf den Knall. Nach dem Schal-Brand von Präsident Gahleitner ist das Halbfinale jetzt mehr als nur ein Spiel – es ist eine Schicksalsnacht.
Der schal, das feuer, die wut
Ein 15-Sekunden-Clip reichte. Gahleitner hält den LASK-Schal, die Ecke ist verkohlt. Twitter explodierte, die LASK-Fans kochten. Gahleitner spricht von „sinnbefreiter“ Aktion, meint, es war nur ein Spaß zwischen alten Freunden. Die Behörden prüfen, der Verband schweigt. Die Chemie ist angezündet – und das vor dem wichtisten Oberösterreich-Derby seit Jahren.
Die Zahlen sprechen für sich: fünf Remis in den letzten sechs Aufeinandertreffen, das jüngste 1:1 erst in der 103. Minute per Elfmeter. Kein Sieg ist sicher, kein Tor geschenkt. Ried ging als Aufsteiger durchs Vierteljahr ohne Gegentor, der LASK blutete beim 1:5 in Salzburg. Beide Teams sind sieglos, beide hungern nach dem Finale in Klagenfurt.

Kühbauer will den zweiten cup-coup
Dietmar Kühbauer kennt den Weg. 2025 führte er den WAC zum Titel, nun soll der LASK zum zweiten Mal nach 1965 oben stehen. „Es wird brutal hart“, sagt er und weiß, dass seine Elf in Ried zuletzt erst in der Verlängerung entkam. Mit Sasa Kalajdzic und Florian Flecker hat er die Qualität, doch die Abwehr um Maximilian Ullmann muss die Null wieder hinlegen.
SV-Coach Maximilian Senft spielt den Underdog gern: „Die Rollen sind klar, wir nehmen sie an.“ Philipp Pomer, 2022 Final-Verlierer, warnt: „Wir haben bewiesen, dass wir den LASK ärgern können.“ Die Rieder Defensive um Michael Lercher ließ zuletzt nichts anbrennen – Cup-Tradition lebt.
Der Gewinner trifft auf Salzburg oder Altach. Für Ried wäre es das dritte Finale nach 1998 und 2011, für den LASK die Rückkehr auf die große Bühne nach vier Jahren Warten. Die Trophäe steht bereit, die Spannung auch. Kick-off in zwölf Stunden. Es ist nur noch eine Frage der Nerven.
