30 Dackel rasen übers eis: das niedlichste kuriosrennen des jahres

Kurz vor Mitternacht zogen 30 Dackel ihre Spikes über das Eishockeyfeld von Pelkum – und das Stadion kochte. Kein Puck, keine Schläger, nur Hundeschnauzen, die um die Wette hechelten.

Warum gerade dackel auf eis?

Die Idee stammt von Max „Moppel“ Lübbers, dem maskottchenverrückten Stadionchef. Er hatte vor zwei Jahren einen Marderhund im Fanblock sitzen sehen, der beim Torjubel fast seine Wurst verloren hatte. Seitdem plant er ein „Rennen der Kurzen“. Corona verzögerte die Premiere, nun war’s soweit. Die Tiere tragen Mini-Noppen aus Filz auf Krallen, damit sie nicht wegrutschen. Die Besitzer bekommen Startgeld: 50 Euro plus eine Currywurst. Die Hunde bekommen – nun ja – Streicheleinheiten im Schlepptau.

Die Strecke: 60 Meter Rundkurs, blaue Bande statt Bandenwerbung. Pfiff ersetzt Bully. Der Gewinner: Lady, ein dreijähriges Rüdchen aus Waltrop, das mit 17,3 Sekunden ins Ziel schoss. Ihr Geheimnis? Frisches Hähnchen in der Hand des Frauchens, 20 Meter vor dem Finish. Die Besitzerin, Gabi E., strahlte: „Sie läuft nur für Protein.“

Das video bricht alle rekorde

Das video bricht alle rekorde

Innerhalb von vier Stunden klickten 2,3 Millionen Nutzer den Clip auf der BILD-Seite. TikTok meldet 8,7 Millionen Views, 43.000 Kommentare, darunter „Endlich kein VAR“ und „Besser als manches Bundesliga-Spiel“. Die TSV-Pelkum-Sportwelt profitiert: Merchandise-Umsatz plus 340 %, Tickets für das nächste Heimspiel ausverkauft. Sponsoren buchen spontan Bandenplakate mit Dackel-Motiven. Die Liga prüft, ob das Rennen als „Event neben dem Event“ regelkonform ist. Regelwerk: keine Ahnung, aber wer will schon ein Verfahren gegen 15 Zentimeter Beinlaenge?

Die Spieler? Die lachten sich nach dem 4:1 gegen Herne platt. Kapitän Tom K. nahm Lady auf dem Arm und vermerkte im Interview: „Wenn die so schnell ist, holen wir sie als Stürmer.“ Trainer Carsten W. warnte sofort: „Keine Vertragsgespräche ohne Stammzelleneinspruch.“

Die Moral von der Geschicht’: Wenn das Publikum jubelt, spielt die Länke keine Rolle. Und wer jetzt noch behauptet, Eishockey sei keine Hundesportart, hat offensichtlich nie gesehen, wie 30 Dackel die blaue Linie jagen. Das nächste Rennen steigt am 15. März – Startplätze sind schon vergriffen. Die Kaltmiete für Dackeljacke und Noppenpfoten ist inzwischen höher als das Gehalt mancher Liga-Referees. Lady wird ihren Titel verteidigen, und die Arena wird wieder erbeben. Pelkum hat ein neues Wintermärchen – und es bellt.