Laegreid schlägt perrot auf der zielgeraden – deutsche bleiben außen vor

Sturla Holm Laegreid hat das Biathlon-Spektakel in Oslo angezündet. Der Norweger jagt Eric Perrot im Fotofinish nieder – und demonstriert, warum er seit Wochen nicht mehr zu schlagen ist. Für die deutschen Athleten bleibt das Heimfinale ein Lehrstück: Justus Strelow schafft als Neunter das beste Resultat, doch der Podestplatz bleibt Utopie.

Laegreid vs. perrot: ein zweikampf auf millimeter

Die Entscheidung fällt nach 12,5 Kilometern und vier Schießeinheiten – beim Sprint. Laegreid und Perrot räumen beide ohne Fehler auf, doch auf der letzten Geraden zieht der Norweger den Kopf vor: 0,3 Sekunden Vorsprung, mehr braucht es nicht, um Perrot zu demontieren. Émilien Jacquelin, der Dritte im Bunde, schaut bereits von 1:11 Minuten Rückstand auf die zwei Giganten.

Laegreids Serie ist brutale Statistik: fünfter Verfolgungssieg in Folge. Wer ihm momentan in der Loipe zu nahe kommt, riskiert Selbstvernichtung. Perrot bleibt trotz makelloser Leistung der ewige Zweite – ein Grund, die Gesamtweltcup-Krone trotzdem zu feiern.

Dsv-team: schießen reicht nicht, wenn die beine streiken

Dsv-team: schießen reicht nicht, wenn die beine streiken

Philipp Nawrath beginnt als bester Deutscher, holt sich früh Luft in den Top Ten, verpulvert sie mit zwei Fehlern beim Liegendanschlag. Die Folge: 15. Platz, 90 Sekunden hinter Laegreid. Justus Strelow trifft 19 von 20 Scheiben, doch sein einziger Fehler kostet fünf Strafrunden und jede Momentum. Rang neun – ein Ergebnis, das sich liest wie ein Trostpreis.

Die anderen deutschen Farben verblaszen früh. Philipp Horn sammelt vier Fehler, fällt auf Platz 31 ab. Debütant Franz Schaser kann seine Nervosität beim Stehendschießen nicht verstecken – vier Fehler, 39. Platz. Die Devise „Schießen entscheidet“ bekommt hier einen bitteren Beigeschmack.

Massenstart als letzte chance

Massenstart als letzte chance

Am Sonntag treten die besten 30 Männer erneut an. Für Deutschland bleibt die Frage: wer kann das Tempo der Norweger und Franzosen mitgehen? Die Antwort liegt auf der Strecke – und auf der Schießanlage. Wer dort zittert, erntet am Ende nur Staub.