Kvaratskhelia schreibt psg-geschichte und nennt guti seinen kindheitsgott

Paris brennt. Der Georgier Khvicha Kvaratskhelia jagt den Ball – und die Bayern – in die Knie. Im Halbfinale der Champions League liefert er zwei Tore und eine Vorlage, schiebt PSG mit einem Blitzpass auf Dembélé ins Finale. 25 Jahre alt, 16 Torbeteiligungen in 15 Spielen, Rekordjäger mit Handschlag ans Idol.

Guti war der erste name auf seinem selbstgebastelten trikot

Guti war der erste name auf seinem selbstgebastelten trikot

„Ich hatte ein Real-Trikot, habe mit Filzstift ‚Guti‘ draufgekrakelt und bin damit zum Training gerannt“, sagt Kvaratskhelia nach dem 1:1 im Rückspiel gegen München. Der Spanier, fünfmal spanischer Meister, dreimal Champions-League-Sieger, wurde zur Landkarte für einen Jungen aus Tiflis. Jetzt steht der Schüler selbst vor dem Titel, nur zwölf Monate nach dem ersten.

Die Zahl ist brutaler als jede Analyse: In sieben K.o.-Spielen hintereinander war der Georgier in dieser Saison entweder Torschütze oder Vorbereiter – niemand zuvor schaffte das. Die Bayern? „Das schwerste Spiel der Saison“, sagt er, „aber wir haben bewiesen, dass wir gegen die Besten bestehen.“

Die Vorarbeit zum 1:0 dauert drei Sekunden. Kvaratskhelia spürt Dembélés Laufweg, spielt den Ball diagonal durch die Schnittstelle, trifft die Lücke zwischen Upamecano und Davies. Das Stadion tobt, die Münchner sind gelähmt. Die Pariser Presse jubelt: „PSG stürzt Bayern ins Tal der Tränen.“

Doch der Georgier bleibt kühl. „Wir sind stolz auf den Teamgeist“, sagt er vor der Kamera von TNT Sports. „Ich sah, dass Dembélé frei stand, und musste nur noch passen.“ Kein Pathos, keine Show – nur Zahlen: 10 Tore, 6 Assists, 15 Einsätze. Die Effizienz eines Stürmers, die Kreativität eines Zehners.

Nächster Halt: London. Wieder Finale. Wieder Chance auf die Krone. Wer weiß, vielleicht trägt er dann ein Trikot mit seinem eigenen Namen – und ein Kind irgendwo krakelt „Kvara“ darauf.