Hc elbflorenz gegen coburg: letzte chance vor dem absturz

Dresden zittert. Nach dem 31:34 in Lübbecke, wo eine Acht-Tore-Führung noch in der Mülltonne landete, steht der HC Elbflorenz heute um 17 Uhr gegen HSC 2000 Coburg mit dem Rücken an der Wand. Zwe Punkte Rückstand auf die Aufstiegsplätze, zwei Langzeitverletzte, null Toleranz.

Thümmler will den frust vom feld pusten

Thümmler will den frust vom feld pusten

Kreisläufer Jonas Thümmler redet nicht lange rum: „Das Thema Lübbecke ist durch. Die Reaktion kommt Sonntag.“ Die Botschaft klingt wie ein Kampfansage an die eigene Mannschaft, die sich nach der 6:6-Bilanz der Rückrunde fragt, ob sie noch zu den Besten gehört oder nur noch danebensteht.

Der Gegner ist kein Geschenk. Coburg kletterte nach fünf Siegen in Serie auf Platz acht, kassierte zuletzt in Potsdam eine Niederlage – und wird heute mit breiter Brust in die BallspielArena einmarschieren. Trainer Rico Göde warnte seine Mannschaft sogar intern: „Die Dresdner sind gefährlich, wenn sie angeschlagen sind.“

Beim HCE fehlt mit Ivar Stavast nun auch der zweite Rückraumdauerbrenner. Addiert man die Ausfälle von Timo Löser, fehlen zwei Sieben-Tore-Leute – in einer Saison, in der jedes Tor zählt wie ein Edelstein. Die Lücke stopft jüngst Matti Schöne, der aus der zweiten Reihe mit Tempo nach vorn geht und die Abwehr umbaut, sobald er aufs Feld läuft.

Parallel spielt HBW Balingen gegen die Eulen Ludwigshafen. Ein Balinger Sieg und ein Dresdner Stolperer würden die Lücke auf vier Punkte vergrößern – das wäre ein Graben, kein Dämpfer. Die Zahlen sind gnadenlos: Seit der Rückrunde kassierte Dresden 202 Tore, nur fünf Teams sind schlechter. Gleichzeitig fielen 201 Treffer – zu wenig für eine Offensive, die sich Aufstieg auf die Fahnen geschrieben hat.

Die Fans sind trotzdem längst verkauftes Haus. 2.800 Tickets weg, die La Ola steht bereit. Thümmler spürt das Drohnen bereits beim Warmmachen: „Wenn die Halle brennt, verlieren wir nicht.“ Doch die Realität ist hart: In den letzten vier Heimspielen holte Dresden nur fünf von acht möglichen Punkten. Die Kurve jubelt, die Mannschaft zittert.

Heute muss sich zeigen, ob die Truppe noch Aufstiegskampf oder nur noch Show ist. Kein Spiel mehr zum Anprobieren, jede Minute zählt. Coburg wird anrennen, Dresden muss treffen. Sonst droht ein Frühjahr, das am Ende nur noch nach Saisonende riecht – und nicht nach dem verlorenen Paradies Bundesliga.