Lok stendal kämpft gegen den abstieg: defensivprobleme als schlüssel zum erfolg
Schwere zeiten für den aufsteiger aus sachsen-anhalt
Der 1. FC Lok Stendal findet sich nach der Hinrunde in der Oberliga NOFV-Süd auf dem vorletzten Platz wieder. Mit 37 Gegentoren in 14 Spielen stellt das Team den schlechtesten Wert der Staffel auf. Trainer Jörn Schulz sieht die Ursachen vor allem in der Defensive und fokussiert sich für die Rückrunde auf die Stabilisierung dieser Mannschaftsbereichs.

Trainer schulz analysiert die schwachstellen
„Wir konnten in vielen Spielen mithalten, haben aber immer wieder zu einfache Gegentore bekommen“, erklärt der seit 2018 bei Lok tätige Trainer Jörn Schulz. Die fehlende Konzentration über die gesamte Spielzeit und die vernachlässigte Restverteidigung im Spielaufbau sind aus seiner Sicht wesentliche Gründe für die bisherige Ausbeute. Er betont, dass die Spielweise aus der Vorsaison in der Verbandsliga, in der man oft gegen tiefstehende Gegner angetreten ist, nun angepasst werden muss.

Anpassung des spielstils ist gefordert
„Wir müssen unseren Spielstil der Liga anpassen und mehr über das Umschaltspiel zum Erfolg kommen“, fordert Schulz. Das Team soll sich nicht mehr ausschließlich auf den direkten Angriff konzentrieren, sondern auch die Konterchancen effektiver nutzen. Die schnellen Offensivspieler im Kader, wie Philip Witte (8 Tore), Rosario Schulze und Niclas Buschke (je 4 Tore), sollen dabei eine entscheidende Rolle spielen.
Schmerzhafte niederlagen in der hinrunde
Besonders schmerzhaft waren für Stendal die Niederlagen gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf, wie der Bischofswerdaer FV (1:3) und der VfB Empor Glauchau (2:3). In beiden Spielen hatte Lok zunächst geführt, konnte die Führung aber nicht verteidigen. Auch das letzte Spiel vor der Winterpause gegen den VFC Plauen endete mit einer 1:4-Niederlage, obwohl Stendal zur Pause noch in Führung lag.
Sikulski sieht potential und gibt hoffnung
Trotz der schwierigen Situation blickt der Sportliche Leiter Artem Sikulski optimistisch in die Zukunft. „Wir haben uns im Sommer entschieden, den Aufstieg zu wagen, weil das für den Verein eine Chance war und ist, sowohl sportlich als auch strukturell einen Schritt nach vorn zu machen“, erklärt er. Er verweist darauf, dass das Team in keinem Spiel eine deutliche Niederlage erlitten hat und noch Nachholspiele anstehen.
Nachholspiele und heimvorteil als chance
Die ausstehenden Spiele gegen Sandersdorf und Wernigerode sowie die Tatsache, dass noch mehrere direkte Konkurrenten im Stadion am Hölzchen antreten müssen, geben Anlass zur Hoffnung. Trainer Schulz betont zudem den Zusammenhalt in der Mannschaft: „Dieser Zusammenhalt und die Geschlossenheit können am Ende den Ausschlag geben.“ Der Verein hat weiterhin das volle Vertrauen in den Trainer, wie Sikulski bestätigt.
Die aktuelle situation im überblick
| Team | Spiele | Punkte | Torverhältnis |
|---|---|---|---|
| 1. FC Lok Stendal | 14 | 14 | 22:37 |
