Stankovic kehrt als meister und talent des jahres zurück – inter zögert

Der Sohn kehrt, der Vater lacht vorsichtig. Aleksandar Stankovic landete gestern in Mailand, Meisterschild aus der Jupiler Pro League im Gepäck und die Trophäe „Talent der Saison“ unterm Arm. Elf Monate nach seinem Abgang zu Club Brügge soll er die Nerazzurri wieder in Schwarz-Blau hüllen – doch die Rechnung ist komplizierter als ein einfacher Wiedersehensgruß.

23 Millionen? nicht ganz

Inter besitzt eine Rückkaufklausel über 23 Millionen Euro. Abzüglich der 10 Millionen, die beim Verkauf geflossen sind, macht das eine Nettoinvestition von 13 Millionen. Klingt nach Schnäppchen, ist es aber nur, wenn man die Konkurrenz ausklammert. Premier-League-Klubs haben bereits über 40 Millionen auf den Tisch gelegt. Bundesliga-Scouts lauern in der Via della Liberatione. 40 Millionen, in bar. Ein Satz, der im Teatro Giuseppe Meazza für Herzrasen sorgt.

Cristian Chivu wartete gestern am Centro Sportivo Suning. 71 gemeinsame Jugendspiele reichen dem Rumänen als Referenz: „Er hat ein großes Kapitel vor sich.“ Ob das Kapitel in Mailand geschrieben wird, hängt von zwei Sätzen ab: dem Budget und der Geduld des Jungen. Dejan Stankovic warnte vor ein paar Tagen: „Aleks braucht Kontinuität, sonst wird er zu einer Fußnote.“

Der traum von san siro gegen die logik der zahlen

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Die Inter-Führung will nicht hetzen. Sie weiß, dass jeder Tag die Verhandlungsmasse verändert. Stankovic kann sechsmal Stamm, aber auch zweimal Bank sein – das ist das Risiko. Und Risiken kosten Geld. 13 oder 40 Millionen, das ist die Frage, die Beppe Marotta in den Schlaf jagt. Der Spieler selbst sagte gestern kein Wort, nur ein Daumen hoch Richtung Tribüne. Sein Vater lächelte. Das reicht für eine Headline, aber nicht für einen Vertrag.

Der Countdown läuft. Bis Mitte Juni tickt die Klausel. Danach wird der Markt entscheiden. Wer zögert, verliert. Wer zu schnell zahlt, auch.