Deb-frauen setzen schweizer u20-auswahl mit 5:3 unter druck
Augsburg – Ein hart erkämpfter Sieg für die deutschen Eishockey-Frauen! Nur 45 Stunden nach dem klaren Erfolg in Kaufbeuren setzen sich die Schützlinge von Bundestrainer Jeff MacLeod gegen die Schweiz erneut durch, dieses Mal mit 5:3 in Augsburg. Die Partie offenbarte Schwächen in der Abwehr, die die jungen Schweizerinnen ausnutzen konnten, doch am Ende bewiesen die Deutschen ihre mentale Stärke.

Ein spiel der gegensätze: führung, rückstand und dann die wende
Die Anfangsphase gehörte klar Deutschland. Anna Rose (7.) und Nicola Hadraschek-Eisenschmid (12.) sorgten für eine schnelle 2:0-Führung, die das Publikum im Augsburger Eishalle mit Begeisterung quittierte. Doch die junge Schweizer Mannschaft ließ sich nicht entmutigen und konterte mit drei Toren im zweiten Drittel, was die Partie völlig auf den Kopf stellte. Die deutsche Auswahl wirkte kurzzeitig überrascht und verlor die Kontrolle.
Aber die Erfahrung der zwölf Olympia-Teilnehmerinnen im Kader – ergänzt durch einige talentierte Spielerinnen aus der U18 – zahlte sich aus. Emily Nix (29.) gelang der Ausgleich, und Celina Haider (41.) brachte die Deutschen zurück in Führung. Ein weiteres Tor von Hadraschek-Eisenschmid (60.) sicherte den Sieg. Die Abwesenheit der drei PWHL-Profis Laura Kluge, Sandra Abstreiter und Nina Jobst-Smith, sowie der Welcke-Zwillinge und der verletzten Kapitänin Daria Gleißner, war zwar spürbar, doch die jungen Spielerinnen nutzten ihre Chance und zeigten Leidenschaft.
Die Tatsache, dass die Schweiz ohne ihre Stammspielerinnen antrat, schmälert den deutschen Sieg jedoch nicht. Es war ein Testspiel gegen eine vorwiegend junge Mannschaft, das wertvolle Erkenntnisse für die Vorbereitung auf die WM im Juli liefern wird. Die drei Punkte gegen die Schweiz sollten der jungen Mannschaft mit auf dem Weg sein.
Das nächste Trainingscamp zur Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft (6. bis 16. November) in Dänemark steht bereits im Juli an. Jeff MacLeod wird die Gelegenheit nutzen, um die Entwicklung der jungen Talente weiter zu beobachten und die Mannschaft auf die anstehenden Herausforderungen vorzubereiten. Die Leistung heute zeigt, dass der Kader Tiefe hat und das Potenzial für eine erfolgreiche WM-Teilnahme gegeben ist.
