Braathen rast in kranjska gora zur revanche – odermatts kristall-krimi vertagt
Lucas Pinheiro Braathen hat sich die Pistengaudi aus Brasilien zurückgeholt. 0,54 Sekunden fegte der Olympiasieger dem Rest des Feldes weg, schob Loic Meillard und Stefan Brennsteiner beiseite und stoppte Marco Odermatts Siegesmaschine kurz vor der Ziellinie. Der Super-G- und Riesenslalom-Dominator landete nur auf Rang fünf – und muss um die kleine Kristallkugel bangen.

Odermatt bleibt vorn, aber die jäger kommen
495 Punkte führt der Schweizer vor dem Finale in Lillehammer. Klingt komfortabel, ist es nicht. Braathen lauert mit 447 Zählern, Meillard mit 406. Ein Sturz, ein verpatzter Lauf, und die Trophäe wechselt das Quartier. Die Truppe um Rennleiter Roland Assinger rechnet schon mit einem offenen Schlagabtausch auf norwegischem Eis.
Anton Grammel schickt derweil die deutsche Ski-Welt einen Tag vor dem Slalom in Slowenien in Jubelstimmung. Platz acht – seine erste Top-Ten-Platzierung im Weltcup. Kein Deutscher war schneller, keine deutsche Hoffnung näher an der Spitze. Jonas Stockinger und Fabian Gratz folgten auf den Rängen 13 und 17 und sicherten sich damit ebenfalls das Ticket für das Saisonfinale, das nur die besten 25 Riesenslalom-Fahrer betreten.
Alexander Schmid musste nach dem ersten Durchgang passen. Die Enttäuschung saß tief, doch der Blick richtet sich bereits auf Sonntag: Slalom, 9.30 Uhr ersten Durchgang, 12.30 Uhr Finale. Da will niemand die Kristallkugel verschenken.
