Kramaric am boden: hoffenheim verpasst chance auf champions league

Sinsheim – Ein Spiel, das zur Hölle fährt! Die TSG Hoffenheim und der VfB Stuttgart lieferten sich gestern Abend ein Offensivspektakel, das kurzzeitig die Hoffnung auf die Champions League weckte – doch am Ende blieb nur die bittere Erkenntnis: Verpasst! Nach einem 3:3, das bis in die Nachspielzeit dramatisch war, steht der bittere Last-Minute-Treffer von Tiago Tomas für die Kraichgauer.

Kramaric: "ein schock, sehr unreif!"

Kramaric: "ein schock, sehr unreif!"

Andrej Kramaric, der mit einem Doppelpack glänzte und kurz zuvor noch seinen Vertragsverlängerung feiern durfte, wirkte nach dem Spiel wie vor den Kopf gestoßen. "Es ist ein Schock“, gestand der 34-Jährige, dessen Hoffnungen auf ein Happy End im Kraichgau im Sande verliefen. Die ungestüme Art und Weise, wie die Führung noch aus der Hand gegeben wurde, schmerzte besonders. "Das war sehr unreif“, kritisierte er fassungslos.

Für VfB-Trainer Sebastian Hoeneß war es ein „Wahnsinnsspiel“, während sein Gegenüber Christian Ilzer es als „das kleine PSG gegen den FC Bayern“ bezeichnete. Tatsächlich lieferten beide Mannschaften ein Feuerwerk, das jedoch den erhofften Lohn nicht einbrachte. Der VfB Stuttgart, bereits mit einem Punkt Rückstand auf die internationalen Plätze, kämpfte sich zurück und bewies eine beeindruckende Moral.

Ozan Kabak suchte nach Worten, um die Enttäuschung auszudrücken. "Wir werden ein bisschen weinen oder so…", stammelte der Innenverteidiger, während die Hoffenheimer Fans enttäuscht die Heimreise antraten. Der Schock für Kramaric sitzt tief – nicht nur wegen des verlorenen Punktes, sondern auch wegen der Art und Weise, wie dieser verloren ging.

Alexander Nübel, der Keeper des VfB, bewies Nervenstärke und unterstrich seine Rolle als wichtiger Bestandteil des Teams. Ein persönlicher Duell der Nationaltorhüter gegen Oliver Baumann ging an Stuttgart - ein weiterer Grund, warum die Hoffenheimer am Ende die Segel streichen mussten.

Doch es gibt auch Lichtblicke für den VfB. Mit nun 58 Punkten und einem besseren Torverhältnis als die TSG Hoffenheim ist die Qualifikation für die Champions League weiterhin möglich. Am Samstag fordert der VfB Bayer Leverkusen – ein Duell, das alles entscheidend machen könnte. Die Frage ist: Können sich die Schwaben von diesem Kraftakt erholen und den Schwung mitnehmen?

Die Antwort auf diese Frage wird Hoffenheim am kommenden Spieltag fehlen. Die TSG muss sich nun mit der Tatsache abfinden, dass die Chance auf die Königsklasse vergeben ist. Ein bitterer Abschied von einer Saison, die mehr versprach.