Kornetka wirft braunschweig in den soll-kampf – gegen düsseldorf droht die neue blamage

Lars Kornetka bekommt heute um 13 Uhr keine Einführung, sondern direkt den Brandsatz in die Hand gedrückt: Eintracht Braunschweig gegen Fortuna Düsseldorf – ein Duell auf Augenhöhe mit dem Rücken zur Wand. Nach fünf sieglosen Spielen und acht Roten Karten schlägt der neue Cheftrainer eine Schneise durch den Spielerkreis, die längst nach Frischzellenkur riecht.

Warum das schaukelspiel um den klassenerhalt heute kippt

Warum das schaukelspiel um den klassenerhalt heute kippt

Die Zahlen sind ein Spiegel, der lügt nicht: Sechs Rückrundenpunkte, Platz 15, nur deshalb kein Relegationsrang, weil der direkte Konkurrent noch schlechter trifft. Patrick Nkoa fehrt vom Platz, die Abwehr steht ohne Leibwächter da. Gegenüber: eine Fortuna, die seit neun Spieltagen 17 Zähler sammelt und mit sieben Gegentreffern die Rückrunden-Defensive stellt. Der Kontrast könnte brutaler nicht sein.

Shinta Appelkamp reist als persönlicher Albtraum an. Sieben Scorerpunkte in sieben Duellen gegen Braunschweig – kein Gegner liebt den BTSV so sehr. Auf der Gegenseite muss Johan Gómez die Lücke reißen, die Nkoa hinterlässt. Seit Spieltag 16 steuerte er vier Assists bei, doch alle führten nicht zum Sieg. Das ist das Grundübel: Torgefahr, aber keine Punkte.

Florian Lechner pfeift, Sky überträgt, Sport1 tickert. Wer nicht zahlt, sieht nichts – Free-TV bleibt außen vor. Für die Fans im Stadion wird es zur Zitterpartie: Fünf Heimspiele ohne Sieg, acht Duelle in Folge mit Gegentor. Die Kurve wird pfeifen, wenn die erste Standardsituation ins Strafraum-Gewusel plumpst. Dort, wo früher der BTSV wuchs, wächst heute nur noch der Druck.

Markus Anfang weiß, dass seine Fortuna trotz starker Defensive nur sieben Prozent ihrer Chancen verwandelt. Die größte Underperformance der Liga. Doch selbst ein 0-0 würde reichen, um Braunschweigs Negativserie fortzusetzen. Die Löwen würden dann das sechste Heimspiel in Serie ohne Dreier verharren – ein Rekord, der sich nicht in Statistikbüchern versteckt, sondern in den Köpfen der Spieler festfrisst.

Kornetka hat 48 Stunden, um eine Mannschaft zu finden, die sich traut. Die Frage ist nicht, ob er eine neue Formation wählt, sondern ob ihm die Spieler folgen. Nach dem Abpfiff steht entweder die erste Antwort oder die nächste Frage an. Der Abstand zum Relegationsplatz beträgt einen einzigen Treffer. Der Unterschied zwischen Hoffnung und Panik heißt 90 Minuten.