Körner zieht durch: bamberg rauscht, bayern straucheln, 40 deutsche talente verschwinden

Die BBL-Saison 2025/26 ist im Endspurt, doch Michael Körner pfeift schon die Bilanz. Sein Urteil: Bamberg liefert das Märchen, München liefert sich selbst an – und die Liga blutet aus.

Bamberg spielt verrückt, chemnitz versagt

„Die Geschichte heißt Bamberg“, donnert der Sky-Experte. Pokal, Playoff-Ticket, Liebesbeweise statt Ego-Duell: „Die mögen sich alle.“ Dahinter steckt kein Zufall. Marc Olmos, Fitness-Guru mit spanischem Akzent und deutschem Arbeitspass, hält den Kader seit Oktober verletzungsfrei. Anton Gavel schwitzt mit, seine Assistenten Weissenböck und Woltmann schreddern jeden Trainingsplan. Ergebnis: Cobe Williams ballert, seine Mitspieler jubeln, die Gegner schauen in die Röhre. „Wenn ich ein Top-Klub wäre, würde ich Olmos sofort abwerben“, sagt Körner. Aufsteiger Trier darf sich ebenfalls feiern: attraktiver Stil, junger Coach, volle Halle – die Komplett-Verkörperung von „Sympathie trifft System“.

Die Kehrseite: Chemnitz und Oldenburg versenken Budget-Stolz in der Nicht-Top-10. „Mit Corey Davis einen der besten Amerikaner aller Zeiten zu haben und trotzdem zu straucheln, ist ein Armutszeugnis“, wettert Körner. Oldenburg versenkte Millionen in einen Flickenteppich, Heidelberg schlittert trotz fast identischem Halbfinale-Kader nach draußen. Braunschweig? „Den Abgang von Jesus Ramirez haben sie nicht verkraftet – auch wenn Dennis Schröder als Investor glänzt.“

Bayern basteln sich selbst ab

Bayern basteln sich selbst ab

Die Münchener Pflicht-Serie wackelt. „Weiler-Babb, Edwards, Booker – weg, ohne adäquate Ersatzrakete“, moniert Körner. „Dazu diese Combo-Guard-Rumschwurbelei, bis Sveti Pesic Ordnung schaffte.“ Die Jokubaitis-Verletzung sei Pech, aber kein Alibi. „Xavier Rathan-Mayes ist das Team-Rätsel: mal 0 Minuten, mal 20. Ich sehe null Bindung.“ Trotzdem tippt Körner auf Titel Nummer vier in Folge. „In einer Serie dreimal gegen die Bayern gewinnen? Gute Nacht.“

Alba Berlin bleibt sein Joker. „Die können noch in den Playoff-Modus schalten, wie Ulm vor zwei Jahren.“

Die liga verliert 40 deutsche rohdiamanten

Die liga verliert 40 deutsche rohdiamanten

Die Bombe kommt zum Schluss. 40 deutsche Spieler starten 2026 an US-Colleges – Rekord, Horror, Aderlass. „Einige wie Johannes Steinbach: klar, der wird Erstrunden-Draft. Aber Fru und Rapieque verdienen das Siebenfache, was die BBL zahlt. Da sagt jeder 20-Jährige: Adios, Deutschland.“ Für Körner ist klar: „Ohne klare Talent-Sicherung wird die Liga dünner, die Spielzeit langweiliger, das TV-Geld kleiner.“

Die Playoffs beginnen am 12. Mai. Doch wer zuhört, merkt: Die wahre Crunchtime läuft hinter den Kulissen – und die Uhr tickt gegen die BBL.