Kölns rettung? wagner setzt auf el mala und kontinuität
Die Trainerbank des 1. FC Köln ist seit wenigen Tagen neu besetzt: René Wagner übernimmt das Ruder im Abstiegskampf. Nach der Trennung von Lukas Kwasniok soll der ehemalige Co-Trainer nun die Wende herbeiführen – mit einer überraschend ruhigen Hand und dem klaren Bekenntnis zu Said El Mala.

Wagner: „ich versuche, bei mir zu bleiben“
Die ersten Tage in der neuen Rolle waren, wie Wagner auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel in Frankfurt zugab, „besonders“. Der Aufstieg vom Co-Trainer zum Chefcoach ist eine enorme Umstellung, doch der Sachse scheint gelassen an die Sache heranzugehen. „Ich habe versucht, bei mir zu bleiben und Ruhe auszustrahlen“, erklärte er. Es geht darum, einen Rahmen zu schaffen, in dem die Spieler ihr Bestes geben können.
Wagner scheint sich nicht von größeren Umwälzungen leiten zu lassen. Stattdessen setzt er auf die Stärken, die bereits unter Kwasniok vorhanden waren. „Die Performance am Wochenende war meist echt gut“, betonte er und will lediglich an Feinheiten arbeiten – die Analyse der Spiele, die Ansprache ans Team. Ein kompletter Neuanfang ist es also nicht, sondern vielmehr eine Weiterentwicklung.
El Mala im Fokus: Ein besonderes Augenmerk legt Wagner auf Said El Mala. Der junge Stürmer, der gerade bei der U21 des DFB traf und dessen Großmutter kürzlich verstorben ist, soll im Saisonendspurt eine Schlüsselrolle spielen. „Ich glaube, dass wir uns aktuell keinen Gefallen tun, Said nicht in der Startelf zu haben“, so Wagner. Die U21 hat ihn gut aufgefangen, und er scheint bereit zu sein, sich zu beweisen.
Neben El Mala gibt es auch erfreuliche Nachrichten für Wagner: Alessio Castro-Montes kann wieder auf den Außenbahnen eingesetzt werden, und Tom Krauß kehrt nach seiner Knieverletzung ins Mittelfeld zurück. Nur Verteidiger Joel Schmied wird das Spiel in Frankfurt verpassen.
Die Aufgabe ist klar: Der 1. FC Köln muss in Frankfurt gewinnen, um den Abstand zu den Abstiegsplätzen zu verringern. Ob Wagner mit seiner ruhigen Art und dem Fokus auf Kontinuität den entscheidenden Impuls geben kann, wird sich am Sonntag zeigen. Aber eines ist sicher: Der Druck ist enorm, und die Fans des 1. FC Köln bangen um den Klassenerhalt.
