Kofane schießt leverkusen an die champions-league-zone

Ein einziges Tor, eine einzige Aktion, ein einziger Mann: Christian Kofane hat Bayer 04 Leverkusen am Mittwochabend mit seinem Treffer in der 73. Minute drei Punkte geschenkt, die mehr wert sind als sie auf den ersten Blick scheinen. Das 1:0 beim Hamburger SV im Volksparkstadion vor 57.000 Zuschauern bringt die Werkself als Sechster auf drei Punkte an die Champions-League-Plätze heran. Der Anschluss ist da. Die Jagd ist eröffnet.

Leverkusen kontrolliert, der hsv leidet

Kasper Hjulmands Mannschaft war die klar bessere Seite – und das von der ersten Minute an. Schon in der 8. Minute köpfte der 18-jährige Startelfdebütant Montrell Culbreath gefährlich aufs Tor, fünf Minuten später nagelte Martin Terrier eine Direktabnahme an den Querbalken. Der HSV wirkte von Beginn an überfordert, defensiv anfällig, ohne klare Antwort auf das Leverkusener Pressing.

Was fehlte, war die Kaltschnäuzigkeit. Patrik Schick musste wegen muskulärer Probleme passen, und das merkte man. Leverkusen drückte, kombinierte, ließ den Ball laufen – aber die Lücke wollte sich einfach nicht auftun. Edmond Tapsoba fehlten in der 54. Minute nach einem Kopfball nur Zentimeter. So läuft das manchmal.

Maza bereitet vor, kofane trifft

Maza bereitet vor, kofane trifft

Dann kam Ibrahim Maza. Der junge Leverkusener war der Antreiber schlechthin an diesem Abend – quirlig, unberechenbar, immer wieder im Zentrum des Spiels. Seine Vorarbeit in der 73. Minute war präzise genug, um Kofane in Position zu bringen, und der ließ sich nicht zweimal bitten. Kalt, konzentriert, drin.

Für den HSV war das ein Schlag, von dem sich das Team von Merlin Polzin nicht mehr erholte. Dabei hatte der Hamburger Trainer vor dem Spiel noch betont, man werde „mit Energie reingehen